Unterwegs auf dem neuen „Testfeld Niedersachsen“ zwischen Wolfsburg und Braunschweig.- 01. Passat Variant GTE, 160 kW/218 PS, Kraftstoffverbrauch in l/100 km (NEFZ): kombiniert 1,7-1,6; Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 15,7-15,1; CO₂-Emission kombiniert in g/km: 39-37, Effizienzklasse: A+ / Foto: Volkswagen

Verkehrsfluss auf sieben Kilometer langer A39-Teststrecke wird erfasst
Volkswagen profitiert von dem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt betriebenen Teilstück
Wichtig für Autofahrer: Alle Daten werden anonymisiert erfasst
Wolfsburg (WB/Volkswagen AG/Technologie) - Startschuss für ein Gemeinschaftsprojekt mit Zukunft unter dem Namen „Testfeld Niedersachsen“: An der Autobahn 39 zwischen dem Kreuz Wolfsburg-Königslutter und Cremlingen wurde  eine sieben Kilometer lange Teststrecke zur Erfassung des Verkehrsflusses eröffnet.

Auf dem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen Abschnitt wird mit Kameras anonymisiert das Fahrverhalten verschiedener Verkehrsteilnehmer aufgezeichnet. Volkswagen erhofft sich auf der vom Land Niedersachsen und DLR finanzierten Strecke neue Erkenntnisse für das automatisierte Fahren.

Im letzten Jahr hat das DLR die Erfassungstechnik entlang der Strecke installiert, mit der alle Fahrzeugpositionen hochpräzise gemessen werden, um so das Verkehrsgeschehen zu erfassen. Anhand der Informationen wird Volkswagen an der Verbesserung der Software für das automatisierte Fahren arbeiten. Das Testfeld ist somit eine offene Forschungs- und Entwicklungsplattform, die eine einzigartige Kombination verschiedener Test- und Erprobungsmöglichkeiten bietet, wie zum Beispiel die Simulation verschiedener Verkehrsflüsse. Dr. Frank Welsch, Entwicklungsvorstand von Volkswagen, betont die Wichtigkeit der Teststrecke: „Um das automatisierte Fahren zu erforschen, sind Daten aus dem Alltagsverkehr unerlässlich. Das Testfeld Niedersachsen erlaubt uns, diese nicht nur in einem völlig realen Umfeld zu erheben, sondern auch noch per Simulation zu erweitern.“

Verschiedene Test- und Erprobungsmöglichkeiten

Die Daten auf der Strecke werden anonym erhoben, so dass nur sogenannte Trajektorien ausgewertet werden, und keine spezifischen Daten über einzelne Fahrzeuge wie etwa Kennzeichen oder das Gesicht des Fahrers. Bei den Trajektorien handelt es sich also um Geraden und Kurven, die nur die Fahrzeugbewegung abbilden. Neben der Erfassungstechnik wurde auch für Entwicklungszwecke die pWLAN-Technologie installiert, die für die direkte Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur sorgt. Diese so genannte „Car2X“-Technologie findet sich bereits jetzt serienmäßig im neuen Golf wieder und wird künftig auch im ID.3 zum Einsatz kommen.

Startschuss für das „Testfeld Niedersachsen“

Das „Testfeld Niedersachsen“ wurde heute offiziell eröffnet. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und stellvertretende Ministerpräsident, Bernd Althusmann, der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, und der Abgeordnete Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt & Digitalisierung.

Das Projekt des DLR wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sowie vom Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Neben Volkswagen nutzen auch Continental AG, die Wolfsburg AG, IAV GmbH, OECON GmbH, ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., NordSys GmbH und Siemens AG Messdaten auf der Stecke an der A39.