2020 sollen rund 100.000 ID.3 in Zwickau produziert werden - 01. ID.3: Das Fahrzeug wird in Europa noch nicht zum Verkauf angeboten / Foto: Volkswagen AG

Zwickau (WB/Volkswagen AG) - Heute, am Montag, 4. November beginnt für Volkswagen eine neue Zeitrechnung: Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Konzernchef Herbert Diess rollt im Werk Zwickau das erste Fahrzeug der neuen E-Auto-Generation vom Band – ein weißer ID.3.

2020 sollen rund 100.000 ID.3 in Zwickau produziert werden

Auf diesen Tag haben Mitarbeiter, Autofans und Tausende Pre-Booker des ID.31 sehnsüchtig gewartet: Am heutigen Montag geht die Volkswagen E-Offensive in eine neue, heiße Phase. Nach intensiven Vorbereitungen beginnt im Werk Zwickau die Serienproduktion des ersten ausschließlich für die Elektromobilität entwickelten Modells. Wenn das erste Serien-Fahrzeug der ID. Familie vom Band läuft, ist nicht nur Konzernchef Herbert Diess, sondern auch Bundeskanzlerin Angela Merkel anwesend.

Vorzeigewerk Zwickau

Der 4. November markiert einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft von Volkswagen. Bis 2028 will Volkswagen konzernweit rund 22 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen und dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen. Zwickau spielt dabei eine Schlüsselrolle: Erstmals wird eine große Autofabrik mit Investitionen von 1,2 Milliarden Euro komplett auf Elektromobilität umgerüstet. Bereits im kommenden Jahr sollen rund 100.000 E-Modelle in Zwickau produziert werden. Ab 2021 werden dann bis zu 330.000 E-Autos pro Jahr vom Band laufen. Der Standort wird damit zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas und übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Transformation des weltweiten Produktionsnetzwerks von Volkswagen. 

„Die Zukunft gehört dem elektrischen Fahren. Und VW liefert das Auto für diese Zukunft. Mit dem ID.3 holen wir die Elektromobilität aus der Nische. Der ID.3 ist nicht das erste Elektroauto. Aber das erste mit hoher Reichweite, hoher Fertigungsqualität und hohem Nutzwert – und zwar zum Preis eines vergleichbaren Golf Diesel“, sagte Konzernchef Herbert Diess beim Festakt in Zwickau.

MEB macht E-Autos massentauglich

Der ID.3 basiert auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen. Die Plattform ist eigens für E-Autos entwickelt worden und schöpft die Möglichkeiten der Elektromobilität bestmöglich aus. So verfügt der ID.3 über hohe Reichweiten, viel Platz im Innenraum und ein dynamisches Fahrverhalten. Die Basisversion wird weniger als 30.000 Euro kosten. Die Markteinführung des ID.3 erfolgt im Sommer 2020 europaweit nahezu gleichzeitig. Mehr als 35.000 internationale Kunden haben sich bereits jetzt einen ID.3 reserviert und als Frühbucher eine Anzahlung geleistet.

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MEB: Das Batteriesystem der Elektroplattform / Grafik: Volkswagen AG


In Sachen Nachhaltigkeit setzt der ID.3 neue Maßstäbe: Er wird bilanziell CO2-neutral produziert und an die Kunden übergeben. Die energieintensive Batterie-Zellfertigung des ID.3 erfolgt zum Beispiel zu 100 Prozent mit Ökostrom. Derzeit noch unvermeidbare Emissionen im gesamten Produktionsprozess des ID.3 werden unter anderem durch Investitionen in das Klimaschutzprojekt „Katingan Mataya Forest Protection“ auf der indonesischen Insel Borneo ausgeglichen.

BilanziellCO2neutral

Der neue ID.3: Ein bilanziell CO2-neutrales Fahrzeug / Grafik: Volkswagen AG


Alle 8.000 Mitarbeiter absolvieren Qualifizierungsprogramm
Mit der schrittweisen Transformation des Fahrzeugwerks Zwickau stellt Volkswagen erstmals eine große Autofabrik vollständig auf die E-Mobilität um. Die Investitionen für den Umbau belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. In der finalen Ausbaustufe ab 2021 werden in Zwickau sechs MEB-Modelle für drei Konzernmarken gebaut. Alle 8.000 Mitarbeiter werden im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen auf die Produktion von E-Autos und den Umgang mit Starkstrom vorbereitet. Insgesamt absolviert die Zwickauer Mannschaft bis Ende 2020 rund 13.000 Trainingstage. Damit entstehen am Standort Zwickau langfristig zukunftsfeste Arbeitsplätze.

„Wahrscheinlich waren anfangs nicht alle begeistert von diesen massiven Veränderungen. Aber: Das änderte sich Monat für Monat. Man spürt mehr und mehr, wie die Begeisterung wächst und die Mannschaft mitzieht. Weil das für uns alle ein Stück Zukunftssicherung ist“, so Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen. „Dieser Tag ist deshalb sowohl eine Anerkennung für das gesamte Team hier in Zwickau – als auch für alle die in Wolfsburg mitkämpfen.“

Wichtiger Beitrag für den Klimaschutz
Mit dem entschlossenen Einstieg in die E-Mobilität leistet Volkswagen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schafft damit langfristige Perspektiven für die Beschäftigten an den deutschen Standorten. „Wir stehen vor einem Systemwechsel zur Elektromobilität. Es ist keine Frage mehr, ob sich das Elektroauto durchsetzt. Sondern wie schnell in welcher Region. Damit die deutsche Automobilindustrie auch in der elektrischen Welt eine Führungsrolle einnehmen wird, muss es uns gelingen, Deutschland zum Leitmarkt für E-Mobilität zu entwickeln“, sagte Volkswagen-Chef Herbert Diess.

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Auf dem Weg zur modernen, bilanziell CO2-neutralen E-Auto-Produktion: Das Werk in Zwickau / Foto: Volkswagen AG

Neben der Fertigung im Werk Zwickau sind auch die Komponentenwerke Braunschweig, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg am ID.3 beteiligt. Sie fertigen wichtige Bauteile wie die E-Maschine oder das Batteriesystem. Die Fahrzeugwerke Emden und Hannover sollen ab 2022 ebenfalls mit der Produktion von E-Autos beginnen. Zusammen mit Northvolt will der Konzern zudem eine Gigafactory für Batteriezellen in Salzgitter aufbauen.

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Auf dem Weg zur modernen, bilanziell CO2-neutralen E-Auto-Produktion: Das Werk in Zwickau / Grafik: Volkswagen AG