Sachsen Classic 2019 – Zeitzeugen-Treffen vor der Nikolaikirche (v.l.): Friedrich Magirius (89), Superintendent und Stadtpräsident i.R., und Dr. Carl H. Hahn (93), früherer VW-Konzernchef (1982 – 1992). / Foto: Volkswagen Heritage / Sven Döring

Leipzig/Wolfsburg (WB/Volkswagen AG) – Am Rande der Oldtimer-Rallye Sachsen Classic (22. – 24. August) gab es dieses Wochenende in Leipzig ein außergewöhnliches Treffen von Mauerfall-Zeitzeugen: Friedrich Magirius (89), Superintendent und Stadtpräsident i.R., sprach mit Dr. Carl H. Hahn (93), früherer VW-Konzernchef (1982 – 1992) über die Ursprünge der Friedlichen Revolution von 1989.

Im Anschluss an eine Motette des Thomanerchores führte Pfarrer Magirius durch die Nikolaikirche, Ausgangspunkt der Montagsgebete und Montagsdemonstrationen, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer und Öffnung der innerdeutschen Grenze führten. Dr. Hahn sagte: „Wir können gar nicht genug dankbar sein für die Friedliche Revolution. Das ist überhaupt die erste, die in der deutschen Geschichte geglückt ist - und Gott sei Dank ohne Blutvergießen.“

Dr. Hahn, in Chemnitz geboren und in Zschopau aufgewachsen, stellte nach dem Mauerfall die Weichen, dass Volkswagen sich in Sachsen ansiedelte. Der Wolfsburger ist gilt als ein wesentlicher Mitgestalter des wirtschaftlichen Aufbau Ost.

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Sachsen Classic 2019 - Dr. Carl H. Hahn, früherer VW-Konzernchef (1982 – 1992), unterwegs im 1992er VW Polo Coupé (Startnummer 24). / Foto: Volkswagen Classic / Matthias Leitzke

Bei Sachsen-Classic-Zuschauern erntet Hahn auf den Marktplätzen auch nach 30 Jahren noch viel Anerkennung und Dankbarkeit als „der Mann, der Volkswagen nach Sachsen brachte“. An der Oldtimer-Rallye nimmt der ehemalige VW-Chef bereits zum 17. Mal teil. Der 93-Jährige steuerte einen dunkelblauen VW Polo Coupé (Baujahr 1992) mit der Startnummer 24. Die Sachsen Classic 2019 endet nach insgesamt 574 Kilometern in Leipzig. Gegen 16 Uhr trafen die rund 200 Automobil-Klassiker auf dem Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht ein. Start war am Donnerstag in Dresden, am Freitagabend machte das Starterfeld im Leipziger Porsche Werk Station.

Volkswagen Sachsen – Zahlen, Daten, Fakten (s. Infografik)

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Umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro investierte das Unternehmen zwischen 1990 und 1995 in den Aufbau der VW-Standorte in Chemnitz und Zwickau – die Gläserne Manufaktur folgte 2001. Heute arbeiten über 10.300 Menschen aus 21 Nationen bei Volkswagen Sachsen. Sie haben bereits 16,4 Millionen Motoren und 5,8 Millionen Fahrzeuge sowie 200.000 Luxuskarosserien gefertigt.