Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian und Konzernbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh / Foto: Volkswagen AG

Positive Zwischenbilanz und Dank an die Belegschaften
Kilian: „Volkswagen kommt bei Kulturwandel, Modernisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung sehr gut voran“
Osterloh: „Beschäftigungssicherung und nächste Schritte bei der Altersteilzeit“
Wolfsburg (WB/Volkswagen) - Auf der Betriebsversammlung am heutigen Mittwoch im Stammwerk Wolfsburg haben Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian und der Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh der Belegschaft für ihren Einsatz in den zurückliegenden Monaten und Jahren gedankt.

Kilian sagte vor mehr als 10.000 Beschäftigten: „Volkswagen steht heute mehr denn je für Aufbruch, Zukunft, Tatkraft. Mit dem Zukunftspakt haben wir Volkswagen auch wirtschaftlich deutlich voran gebracht. Wir haben erstklassige Fahrzeuge im Programm. Im Herbst feiern der ID.3 und der Golf 8 Weltpremiere. Kein anderer Hersteller treibt die Elektromobilität so voran wie Volkswagen. Und zugleich richten wir uns auch mit der Digitalisierung konsequent auf die Zukunft aus. Das alles ist nur möglich, weil die Volkswagen Mannschaft eine Topleistung bringt, weil sie den Kurs mitträgt und den wirtschaftlichen Erfolg mit absichert. Dafür dankt Ihnen der gesamte Vorstand.“ Osterloh betonte: „Die Transformation unseres Unternehmens kann nur gelingen, wenn wir die ganze Mannschaft mitnehmen und ihnen Sicherheit geben. Mit der jetzt vereinbarten Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2029 — also für die kommenden zehn Jahre — muss sich niemand Sorgen machen, seine Arbeit bei Volkswagen zu verlieren.“

Kilian zog vor den Beschäftigten eine positive Zwischenbilanz: „Tiguan, T-Roc und T-Cross begeistern unsere Kunden, dasselbe gilt für den Touareg. Der neue Passat wird derzeit vorgestellt und kommt sehr gut an. Und für unseren ID.3 liegen bereits mehr als 21.000 Pre-Bookings vor. Zugleich treiben wir im Konzern einen gewaltigen Strukturwandel voran. Wir bekennen uns zum Pariser Klimaabkommen und haben uns auf den Weg zu CO2-Neutralität gemacht. Schon 2022 hat der Konzern weltweit E-Standorte, allein drei entstehen bei der Marke Volkswagen in Deutschland: Zwickau, Emden und Hannover.“ Weiter nannte Kilian die rund 900 Millionen Euro, die der Konzern in gemeinsame Batterieaktivitäten mit der Northvolt AB investiert, den erfolgten Aufbau des Centers of Excellence in Salzgitter und die Batteriefertigung in Braunschweig.

„So viel Veränderung gab es bei Volkswagen noch nie“, sagte Kilian. „Zugleich setzen wir weiter konsequent den Zukunftspakt von 2016 um: Wo Aufgaben entfallen sind, wurden schon mehr als 6.200 Stellen sozialverträglich abgebaut, mehr als 9.000 Beschäftigte haben Altersteilzeitverträge unterzeichnet, und im Gegenzug haben wir 3.200 Zukunftsarbeitsplätze geschaffen, die wir für alle diese Veränderungen auch dringend brauchen.“

Osterloh sagte: „Wir bringen das bewährte Instrument der Altersteilzeit jetzt in die nächste Stufe: Nach dem Werksurlaub können alle Kolleginnen und Kollegen des Jahrgangs 1962, die einen Altersteilzeitvertrag mit einer sechsjährigen Laufzeit abschließen wollen — verbunden mit einem Renteneintritt mit 63 Jahren — auf ihre Personalreferenten zugehen. Dann werden die Verträge geschlossen. Für alle Kolleginnen und Kollegen, die kürzere Laufzeiten wollen, reicht dann auch ein Vertragsgespräch in 2020. Das ist für die Beschäftigten eine gute Nachricht.“

„Wir treiben den Kulturwandel, die Modernisierung und die Digitalisierung des Unternehmens voran“, sagte Kilian. „Wir machen Arbeit bei Volkswagen noch attraktiver, wir werden schneller, effizienter, wettbewerbsfähiger. In der ‚Roadmap Digitale Transformation‘ haben wir gemeinsam mit dem Betriebsrat die Eckpunkte festgelegt.“ Diese umfassen bis zu vier Milliarden Euro für Digitalisierungsprojekte vorrangig in der Verwaltung, mindestens 2.000 neue Arbeitsplätze mit Bezug auf Digitalisierung, Abbau von bis zu 4.000 Stellen, wo Aufgaben entfallen, und Erhöhung des Qualifizierungsbudgets auf 160 Millionen Euro. Die Transformation gelinge nur mit topqualifizierten Beschäftigten, so Kilian: „Begeistern Sie sich für neue Aufgaben und Arbeitsweisen! Digitalisierung bringt Entlastung von Unnötigem, vereinfacht Abläufe, verbessert die Zusammenarbeit und macht uns noch erfolgreicher.“

Osterloh hob hervor: „Die Digitaliserung geht uns alle an. Den Abbau von konkreten Arbeitsplätzen wird es allerdings nur geben, wenn das Management nachweist, dass über Digitalisierung, Effizienzsteigerung und Prozessoptimierungen tatsächlich Aufgaben entfallen. Zur Erreichung von Produktivitätszielen gehört dabei auch eine vernünftige Auslastung unserer Standorte. Und hier in Wolfsburg spreche ich damit in jedem Fall von 840.000 Fahrzeugen.“