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Braunschweig (WB/Polizei Braunschweig) - Noch vor dem Zusammenstoß gab eine zivile Polizeistreife dem Fahrzeugführer ein Anhaltezeichen, das er aber nicht beachtete. Dann fuhr er auf den Pkw auf, der an der Rotlicht-zeigenden Ampel hielt und verletzte zwei Personen leicht.

Am frühen Sonntagmorgen fiel einer Zivilstreife ein VW Golf auf, wie dieser ungewöhnlich langsam und zudem auch unsicher vom Bruchtorwall in Richtung Kennedy-Platz fuhr. Die Polizeibeamten wollten den Fahrzeugführer auf seine Fahrtauglichkeit kontrollieren, und gaben dem Fahrer mit der Anhaltekelle das Zeichen anzuhalten. Dieser Aufforderung kam der Mann aber nicht nach, sondern setzte seine Fahrt unverändert fort.

Der Mann reagierte auch nicht auf die vor ihm liegende Ampel am Kennedy-Platz, die für alle drei Fahrstreifen Rotlicht zeigte. Er beachtete auch nicht die an der Ampel stehenden Fahrzeuge und fuhr somit ungebremst auf einen ordnungsgemäß haltenden Seat Ibiza auf. Die 31- und 32-jährigen Insassen des Ibizas wurden durch den Aufprall leicht verletzt, einer von ihnen wurde durch den Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in Krankenhaus gebracht. Die beide Fahrzeuge wurden beschädigt.

Die Polizeibeamten, die Zeuge des Unfalls geworden waren, stellten bei dem 39-jährigen Unfallverursacher Alkoholgeruch fest, zudem lallte der Mann und hatte gerötete Augen. Auf Nachfrage schien er nicht einmal zu verstehen, dass er soeben einen Verkehrsunfall verursacht hatte, und gab an, er habe doch nur von der Weihnachtsfeier nach Hause fahren wollen.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp 2 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein beschlagnahmt.

Den 39-Jährigen erwarten ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohol und fahrlässiger Körperverletzung.