Wolfsburg (WB/ÖDP Nord) - Ein Ereignis wirft seine Schatten voraus. Die Berichterstattung über den AFD-Parteitag ist in aller Munde. Volkswagen verdeckt den Namen der Volkswagen-Halle, die IG-Metall ruft zur Demo auf und die Polizei rechnet mit mehreren tausend Teilnehmern und leider auch nicht nur friedliebenden Demonstranten. Aber gibt es nur AFD-Gegner? Oder entziehen sich auch Parteien jeglicher Beteiligung?

Die Ökodemokraten (ÖDP) aus Wolfsburg werden sich nicht an den breiten Aufrufen beteiligen. Anja Schneider, Vorsitzende des Kreisverbandes dazu: „Obwohl wir nahezu alles an der AFD kritisieren, werden wir uns nicht an u.a. von IG-Metall aufgerufenen Demos  beteiligen. Wir sehen hier einen starken Einschnitt in die Demokratie“. Was Sie damit meint, ist ganz einfach erklärt. Ob es einem gefällt oder nicht, die AFD ist eine demokratisch zugelassene Partei und der Aufruf der IG-Metall entspricht nicht dem Demokratieverständnis der ÖDP. Der stv. Vorsitzende Karsten Eckelt geht noch weiter: „Eine solche Demo mit so viel Teilnehmern gibt der AFD den bundesweiten Hype, den Sie zum Weiterbestehen braucht“. Heißt konkret, die ÖDP gibt den Medien, Politik und den AFD-Gegnern die Schuld. Sie glauben, der Erfolg der AFD wäre mit so wenig Inhalten ohne den Gegenwind schon längst verpufft. „Die Politiker halten in den Parlamenten eine Gegen-  und Hassrede nach der anderen und vergessen dabei Ihre eigentliche Arbeit zu erledigen. Dies spielt weiterhin der AFD in die Karten“, so Bastian Michel (Regionalbeauftragter der ÖDP NORD).

Zusammenfassend ruft die ÖDP dazu auf, den Demonstrationen fern zu bleiben. Die AFD wird Ihren Parteitag abhalten, egal ob mit Boykott,  erst mit Verspätung oder ohne Boykott und pünktlich. Die ÖDP im Wolfsburger Umland wird zukünftig die AFD schlichtweg ignorieren, dies ist der einzige Weg wieder vernünftige politische Arbeit zu leisten. Jede Partei hat wichtigere Dinge zu tun und damit unter anderem die sozial und bildungspolitische Notwendigkeit wieder herzustellen. Die ÖDP wird sich auch in Zukunft für unsere Demokratie einsetzen. Und da gehört es auch dazu, die AFD zu ignorieren. Das ist der Weg, der die Menschen wieder an die Demokratie glauben lässt, was wiederum die vielen Trotzwähler von der AFD zurückholt.