Der Landesvorstand ÖDP Niedersachsen fordert konsequente Klimaschutzmaßnahmen / Foto: ÖDP Niedersachsen

Wolfsburg (WB/ÖDP Niedersachsen) - Ein neuer Bericht der Bundesregierung warnt vor extremen Folgen des Klimawandels für Deutschland und bescheinigt der Bundesregierung eigenes Versagen. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) in Niedersachsen fordert daher konsequente Klimaschutzmaßnahmen.

Der Bericht der Bundesregierung ist alarmierend: Gegenüber 1881 ist es in Deutschland bereits um 1,5 Grad wärmer geworden. Allein in den vergangenen fünf Jahren ist die Temperatur um 0,3 Grad gestiegen. Wenn das so weitergeht, werden zur Jahrhundertwende 4 Grad Temperatur-Plus erreicht, mit katastrophalen Folgen.

Für den Landesvorstand der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Niedersachsen steht fest: Der Klimawandel betrifft alle Lebensbereiche.

An Hitzetagen sterben mehr Menschen, der „Hitzestress“ beeinträchtigt die Gesundheit. Krankheitsüberträger, z.b. südländische Mücken, die bisher nur aus südeuropäischen
oder aus tropischen Gebieten bekannt sind, werden in
Deutschland zur akuten Gefahr.

Die Wasserversorgung wird durch den Klimawandel massiv beeinträchtigt. So konnte zum Beispiel in Lohne (Oldenburg) die Wasserversorgung nur eingeschränkt sichergestellt werden. Die für die Region Harz und Hannover relevanten Talsperren haben aktuell im November einen Füllgrad von teilweise unter 40% mit mehr Ab-als Zufluss.

Die Infrastruktur in Deutschland ist auf die kommenden Herausforderungen nicht ausgelegt. So wird es zu verstärkten Hochwasserlagen kommen, da immer mehr versiegelte Flächen auf eine zunehmende Menge Starkregen kommen.
Die Flüsse sind durch Niedrigwasser öfter nicht als Versorgungsweg planbar, allein das Niedrigwasser in 2019 hat zu
deutlichen
Versorgungsengpässen geführt. Straßen- und Schienenwege haben Schäden erlitten und fielen teilweise aus.

Arbeitsorganisation, so wie diese derzeit in Deutschland vorherrscht, wird beim Arbeiten im Freien auch nicht mehr möglich sein. Der Lebensrhythmus wird sich dadurch verändern müssen. 

Land-und Forstwirtschaft sind vom Klimawandel bereits heute massiv betroffen.

Diese Konsequenzen sind die Folge der zögerlichen und verfehlten Klimapolitik der Bundesregierung.

„Es ist nicht 5 vor 12, sondern 12 Uhr. Es müssen jetzt massive Investitionen in die Bahn, in den öffentlichen Nahverkehr, in eine Agrarreform, in die Energiewende und in weitere Klimaschutzmaßnahmen erfolgen. Die kleingeistigen Schritte des letzten Klimapaketes sind kein Weg zum Erfolg. Investitionen bedeuten zugleich neue Arbeitsplätze, die in anderen Bereichen wegfallen. Klimaschutz ist zwingend für die Umwelt, die Tiere und die Menschen erforderlich.“, so Carsten Krehl, Landesvorsitzender der ÖDP in Niedersachsen.