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Wolfsburg (WB/institut für zukünfte) - In Kooperation mit der Stadtbibliothek im Bildungshaus Wolfsburg veranstaltet das institut für zukünfte (ifz) eine Ausstellung zum kritischen
Konsum in Bezug auf Kleidung mit dem Titel “#notmyhype - Kleidung im raum für zukünfte”.
Die Zeit um das Wochenende vom 29.11 bis 01.12. ist bei vielen womöglich besser bekannt durch den jährlichen Aufruf des (Online-)Handels zum „Black Friday“ bzw.
„Cyber Monday“. Konsument*innen werden durch vermeintliche Rabattangebote explizit zum Kauf angeregt.

Dem gegenüber hat das institut für zukünfte die Ausstellung #notmyhype – Kleidung im raum für zukünfte entwickelt.
Die Ausstellung beschäftigt sich einerseits informativ mit kritischem Konsumverhalten in Bezug auf Kleidung. Darüber hinaus lenkt es durch eine künstlerische Perspektive
Aufmerksamkeit auf das Thema und lädt dazu ein, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren. Dies kann bis über den eigentlichen Besuch der Ausstellung hinausgehen.
Neben dem inneren Monolog mit sich selbst, regt die Ausstellung zum Diskurs über das Konsumverhalten als Gesellschaft an. “Im institut für zukünfte geht es uns darum,
Nachdenkspielräume zu eröffnen, in denen Menschen gemeinsam über zukunftsfähige Lebensweisen nachdenken können. Wir freuen uns, dass wir dank der Unterstützung
der Stadtbibliothek sowie dem Förderprogramm Demokratie leben nun die Möglichkeit haben, einen echten physischen Raum zu eröffnen - wenn auch nur temporär. Davon soll es im nächsten Jahr, zu unterschiedlichen Themen und an unterschiedlichen Orten noch viel mehr geben.”, so Leonie Matt vom ifz.

Die Ausstellung findet sich ab dem 29. November 2019 sowohl im Alvar Aalto Kulturhaus als auch online wieder. Letzteres geschieht in Form von Beiträgen auf der notmyhype-Plattform, die über das soziale Netzwerk Instagram (www.instagram.de/notmyhype) zu erreichen ist. Diese beiden Räume – online wie offline – sind über die informative Ebene miteinander verbunden: So finden Besucher*innen die Beschreibungstexte der Ausstellungsobjekte über einen QR-Code online wieder und gelangen so zu dem Raum, der ihnen die Möglichkeit bietet, sich mit Menschen auszutauschen, die von einem ganz anderen Ort oder zu einer anderen Zeit über das Gesehene und Erlebte in Form von Kommentaren, Reposts und eigenen
Beiträgen sprechen.

Am Freitag, den 29.11.2019 um 17 Uhr, findet eine Eröffnung statt, bei der das institut für zukünfte die Ausstellung vorstellt und einen kleinen Impuls zum Thema #notmyhype – communication about consumerism gibt. Die Ausstellungsobjekte bestehen sowohl aus Leihgaben vom Institut für architekturbezogene Kunst/ TU Braunschweig sowie der Braunschweiger Künstlerin Lena Mahogy, der Kampagne für saubere Kleidung und eigenen Arbeiten vom institut für zukünfte. Finanziell wird das Projekt sowie auch die Ausstellung gefördert vom Bundesprogramm “Demokratie leben”.

#notmyhype ist eines der ersten Projekte des institut für zukünfte, das sich, orientiert an dem Sustainable Development Goal 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“,
kritisch mit dem Konsum von Kleidung auseinandersetzt und das System der Bekleidungsindustrie mit Ausprägungen wie Fast Fashion untersucht und hinterfragt.
Das Projekt startete Anfang diesen Jahres als Selbstexperiment: Seitdem verzichten die Teilnehmenden darauf, sich neue Kleidung zu kaufen und befassen sich stattdessen mit
dem eigenen Konsumverhalten sowie der Hinterfragung von Produktions- und Herstellungsbedingungen. Die Kommunikation bzw. Vermittlung der Informationen erfolgen dabei insbesondere online über Instagram und in einzelnen, physischen Veranstaltungen.
Das institut für zukünfte ist ein Netzwerk unabhängiger, durch gemeinsame Ideen verbundener Individuen mit dem Ziel, in einem künstlerischen Umgang
Aufmerksamkeit und Nachdenkspielraum für nachhaltige Themen (ökologisch, ökonomisch, sozial) zu erzeugen. Gemeinsam sollen praktische Orientierungen für zukunftsfähige Lebensweisen entworfen werden.