Wolfgang Kuznik (v.l.), Holger Koch und Giuseppe Gianchino von der Vertrauenskörperleitung der IG Metall bei Volkswagen im Werk Wolfsburg bei der Ausstellungseröffnung. / Foto: IGM WOB

Wolfsburg (WB/IG Metall Wolfsburg) - Vor rund 30 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde am Dienstagabend im Wolfsburger Gewerkschaftshaus die Ausstellung „Keine Alternative“ der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) eröffnet. Die Ausstellung analysiert die Ideologie der „Alternative für Deutschland“ (AfD) und die Beziehungen dieser Partei zu einer breiten völkischen Bewegung in Deutschland.

Gewerkschaftssekretär Joachim Fährmann betonte in seinen einleitenden Worten die Notwendigkeit einer aktiven Auseinandersetzung mit der AfD. Im Hinblick auf die Aktivitäten der AfD-Ableger in einigen großen Betrieben der Republik forderte er mehr Wachsamkeit und inhaltliche Auseinandersetzung von Vertrauensleuten und Betriebsräten mit der AfD. „Wenn es nicht anders geht, müssen aktive AfD-Kader raus aus der Organisation. Sie haben in der IG Metall nichts verloren, auch wenn der Weg durch die Instanzen schwierig ist“, sagte Fährmann.

Nolte IGMWOB

Andreas Nolte, Sprecher des VVN-BdA in Niedersachsen, gab eine inhaltliche Einführung in die Ausstellung./ Foto: IGM WOB

Andreas Nolte, Sprecher des VVN-BdA in Niedersachsen, beschreibt die gegenseitige Beeinflussung der AfD einerseits, extrem rechten Medien, Gruppen und Anführern andererseits, als kennzeichnend für die Partei und entscheidend für deren weitere Entwicklung. „Man will beides zugleich sein: Teil des parlamentarischen Systems mit allen seinen Möglichkeiten, gleichzeitig die Partei eben gegen dieses System“, stellte Nolte fest. Fährmann und Nolte forderten die Anwesenden auf, am 30. November zum Bundesparteitag der AfD in Braunschweig für die Demokratie, Toleranz und Vielfalt auf die Straße zu gehen. 

Chor IGMWOB

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung vom Gewerkschaftschor „Gegenwind“ mit Liedern und Rezitationen./ Foto: IGM WOB

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Dezember 2019 im Wolfsburger Gewerkschaftshaus zu sehen. Bei Bedarf kann eine Begleitung angefordert werden. Kontakt: Mechthild Hartung, Tel. 0157/7727 1986, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.