Der ehemalige Innenminister Manfred Püchel im Gespräch mit Bürgermeister Ingolf Viereck./ Foto: privat

Helmstedt/Wolfsburg (WB/Ingolf Viereck) - "Der Festakt der Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen anlässlich des 30. Jahrestages von Grenzöffnung und Mauerfall in der DDR fand in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn statt. Als offizieller Vertreter der Stadt Wolfsburg nahm Bürgermeister Ingolf Viereck teil.

Neben den Reden der Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Stephan Weil waren es vor allem die vielen Zeitzeugen, die eindrucksvoll über die dramatischen Stunden des Jahres 1989 mit der friedlichen Revolution, der Grenzöffnung, den runden Tischen und der unglaublichen Stimmung berichteten.

"Die deutsche Einheit ist und bleibt das größte Geschenk deutscher und europäischer Gesichte und wir haben es den vielen tausend Bürgerrechtlern aus der DDR zu verdanken, die auf die Straße gegangen sind und mutig für Freiheit gekämpft haben", so Viereck. Als letzter freigewählter Aussenminister der DDR erinnerte Markus Meckel an die damalige Aufbruchstimmung und die Lebensleistung der Menschen in den neuen Bundesländern.

Der Empfang im Anschluss an den Festakt bot viel Raum für Begegnungen und persönliche Gespräche. "Markus Meckel habe ich 1990 im Landkreis Helmstedt getroffen", erinnert sich Viereck gerne an dieses Ereignis zurück. Als Bürgerrechtler gehörte Meckel zu den Mitbegründern der SPD in der DDR. Aber auch Manfred Püchel gehörte zu den wichtigen Politikern in der damaligen Zeit. Von 1994 bis 2002 war er Innenminister von Sachsen-Anhalt. "In dieser Zeit sind viele Freundschaften zu Menschen aus unserem Nachbarland entstanden, die noch heute tragen", freut sich Viereck über das Zusammentreffen.

Neben vielen Bundes- und Landespolitikern war auch der Wolfsburger Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs zur Veranstaltung an der bekanntesten Grenzübergangsstätte gekommen."