Mönch und Theologieprofessor Martin Luther / Foto: falko/Pixabay

Der Reformationstag erinnert an die Anfänge vor gut 500 Jahren
Wolfsburg (WB/resch) - Am morgigen Reformationstag erinnern Protestanten in aller Welt an den Beginn der Reformation durch die Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther. Mit seiner Kritik an der Kirche seiner Zeit hat Luther Veränderungen angestoßen, die im späteren Verlauf zum Entstehen der evangelischen Kirche führten.

Der Reformationstag ist kein bundesweiter Feiertag, in den evangelischen Kirchen wird aber mit Gottesdiensten der Ereignisse am 31. Oktober 1517 gedacht.
Am 31. Oktober haben Nord- und Ostdeutschland frei: In diesen neun nord- und ostdeutschen Bundesländern ist der Reformationstag, der 2019 auf einen Donnerstag fällt, ein Feiertag: Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Im Jahr 2017, dem 500. Jahr des Beginns der Reformation, war der 31. Oktober einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag. Am Tag nach dem Reformationstag hat dann die andere Hälfte Deutschlands frei: In den vorwiegend katholisch geprägten Bundesländern wird Allerheiligen gefeiert: Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland. Nur in Hessen und Berlin muss an beiden Tagen gearbeitt werden.

Der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther soll,- so die Überlieferung - am Abend vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen in lateinischer Sprache zu Ablass und Buße angeschlagen haben. Luther wollte damit ein wissenschaftliches Streitgespräch herbeiführen. Letztlich leitete er damit die Reformation der Kirche ein. Er bestritt mit den Thesen die herrschende Ansicht, dass eine Erlösung von der Sünde durch einen Ablass in Form einer Geldzahlung möglich sei. Im Vorfeld des Anschlags an die Tür der Kirche hatte Luther seine Thesen in Briefform mehreren geistlichen Würdenträgern und Bischöfen des Reiches zugesandt. Die Bischöfe reagierten allerdings - so die Überlieferung – nicht darauf. In der Folge soll er die 95 Thesen an die Schlosskirche Wittenbergs angeschlagen haben. Ob der Thesenanschlag tatsächlich stattgefunden hat, ist jedoch nicht zweifelsfrei erwiesen .