Außenperspektive WOODSCRAPER / Foto: PartnerundPartner Architekten

WOODSCRAPER-Projekt für Bundespreis Ecodesign nominier
tDie Fachjury des Bundespreises Ecodesign hat das Holzhochhaus-Projekt WOODSCRAPER des Architekturbüros Partner und Partner auf die Shortlist der diesjährigen Preisverleihung am 25. November im Bundesumweltministerium gesetzt. Für das Wolfsburger Hellwinkel-Quartier plant das Berliner Architekturbüro Partner und Partner derzeit zwei solche zirkuläre, ressourcenpositive Wohn-Holzhochhäuser, die zudem mit regenerativen Energien versorgt werden.

Ressourcenpositivbedeutet, dass ihre Baustoffe nachwachsen sowie recycelt werden können und sie mehr CO2 einspeichern, als für ihre Errichtung ausgestoßen wird. Jörg Finkbeiner, Mitgeschäftsführer des Architekturbüros Partner und Partner und Cradle-to-Cradle-Consultant sieht in der Nominierung ein wichtiges Signal für die Stadt Wolfsburg: „Wir sind zuversichtlich, dass die Nominierung diesem Leuchtturmprojekt weiter Vorschub leistet.“

Innenperspektive WOODSCRAPER partnerpartner

Innenperspektive WOODSCRAPER / Foto: PartnerundPartner Architekten

Für Wolfsburg vorgesehen sind derzeit jeweils zwölf Etagen mit bis zu 90 Wohneinheiten, die wegen der Hauptbaustoffe Fichten- und Tannenholz nicht nur durch gesundes Raumklima bestechen: Dank der Prinzipien „Cradle to Cradle“ und „Circular Economy“ bietet das Projekt Antworten auf die Fragen nach Ressourcenknappheit, Klimawandel und Bevölkerungswachstum.
„Auf diese Probleme können wir mit den richtigen Entscheidungen beim Bauen durchaus sinnvolle technische Antworten geben“, konstatiert Finkbeiner.

WOODSCRAPER bestehen primär aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Stroh. Das bedeutet vor allem, den Baustoff Holz neu zu denken. Er bietet nämlich nicht nur gesunden Wohnkomfort, sondern ist aufgrund seiner Ressourcenrückgewinnung wirklich nachhaltig.
Frei von Schadstoffen und Wohngiften sorgt das atmungsaktive Material für ein gesundes Raumklima. Kaum ein anderer Baustoff hat in den letzten Jahren so viel Innovation erfahren wie Holz. Die Konstruktion bietet ein Höchstmaß an Veränderbarkeit: Die WOODSCRAPER sind extrem flexibel und damit leicht umnutzbar. Die Konstruktionsweise sendet aus Sicht von Finkbeiner auch ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland: „Durch vorelementiertes, serielles Bauen reduzieren wir die Bauzeiten deutlich, montieren witterungsunabhängig und schaffen durch die hohe Präzision der Vorfertigung deutlich höhere Kostensicherheit.“ 

Und auch nach dem Nutzungsende der Gebäude ist Holz eine gute Wahl: Die Konstruktion der WOODSCRAPER ist weitestgehend demontierbar. Die Baustoffe können sortenrein in die jeweiligen Kreisläufe zurückgeführt werden oder stehen für den Bau von neuen Gebäuden zur Verfügung.
Das Müllproblem im Bausektor wird damit erheblich minimiert.

KlausGnter JrgFinkbeiner partnerpartner

Die Geschäftsführer Klaus Günter und Jörg Finkbeiner/ Foto: PartnerundPartner Architekten

Partner und Partner Architekten
Gegründet von den beiden Geschäftsführern Klaus Günter und Jörg Finkbeiner, spezialisiert sich das Büro seit knapp 15 Jahren auf nachhaltiges Bauen aus Holz sowie zirkuläres Bauen nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Dafür erhielten sie mehrfach regionale und nationale Auszeichnungen.
Als Professor i.V. unterrichtete Finkbeiner unter anderem „Nachhaltiges Bauen“ an der Hochschule Detmold.

 Finkbeiner und Günter sind Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB und diskutieren und definieren im Netzwerk „Die Nachwachende Stadt“ Potentiale und Anforderungen an urbaneRäume von morgen.