Zukünftig stärkere Beteiligung der Ortsräte gefordert / Foto: WVG

CDU fordert für die Zukunft eine stärkere Beteiligung der Ortsräte
Wolfsburg (WEB/CDU-Fraktion) -  Die Vorlage der Verwaltung zu den Fahrplan- und Linienänderungen der WVG hat bei der CDU-Fraktion im Rat der Stadt für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Die CDU sieht Handlungsbedarf und unterstützt das Ziel der WVG eine Entlastung der Busfahrer zu erreichen.

Ausdrücklich spricht die Fraktion den Betroffenen ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Zum Verfahren meldet die CDU allerdings deutliche Kritik an. Aufgrund der Vorgehensweise der Verwaltung, stand nur sehr wenig Beratungszeit zur Verfügung. 

Für die Christdemokraten ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Änderungen die aus den Ortsräten vorgebracht werden Berücksichtigung finden. Sie sind es die vor Ort die beste Kenntnis über den Busverkehr haben. Da allerdings erst am vergangenen Dienstag die letzten Sondersitzungen einiger Ortsräte zu dem Thema stattfanden und bereits nächste Woche Mittwoch im Rat entschieden wird, ist die Zeit für die Rückkopplung mit den Ortsräten äußerst knapp. 

„Das muss in der Zukunft besser werden. Die Verwaltung muss lernen, unsere Ortsräte ernster zu nehmen und in Entscheidungsprozesse, welche vor allem die Ortsteile betreffen, früher einzubinden“, so Angelika Jahns, Ortsbürgermeisterin von Brackstedt, Velstove und Warmenau. 

Für die CDU steht fest, dass die Attraktivität des ÖPNV verbessert werden muss. Dazu ist ein Konzept seitens der WVG zu erstellen, welches einen zukunftsträchtigen und leistungsfähigen Nahverkehr sicherstellt. Im Begründungstext der Verwaltungsvorlage ist festgehalten, dass alternative Transportformen, zum Beispiel mit Anrufsammel- oder Liniensammeltaxi, realisiert werden könnten. Diese Maßnahme sowie die ständige Evaluation der Ergebnisse des Versuchs, müssen allerdings im Beschlusstext festgehalten werden, um eine entsprechende Verbindlichkeit herzustellen. Weiterhin fordern die Christdemokraten, dass Ortsräte sofort zu informieren und in Entscheidungen einzubinden sind, wenn die Evaluation einen Anpassungsbedarf ergeben.

Der Fraktionsvorsitzende Peter Kassel abschließend: ,,Alle Ortsräte nahmen das Stichwort Anrufbusse positiv auf. Dieser Punkt ist also eine sinnvolle Ergänzung der Vorlage, allerdings muss gleichzeitig bedacht werden, dass die telefonische Erreichbarkeit, insbesondere in den örtlichen Bereichen von Wolfsburg, gewährleistet sein muss. Denn gerade für die spielt der Anrufbus eine besondere Rolle.