Falko Mohrs und Johann Saathoff / Foto: SPD Bundestagsfraktion Landesgruppen Niedersachsen/Bremen

Berlin (WB/SPD Bundestagsfraktion Landesgruppen Niedersachsen/Bremen) - Die SPD-Landesgruppen Niedersachsen/Bremen fordern Anja Karliczek, Bundesministerium für Bildung und Forschung, auf, ihre Entscheidung der Standortauswahl „Forschungsfabrik Batterie“ kritisch zu hinterfragen und eine volkswirtschaftlich sinnvollere Entscheidung zu treffen.

Ministerin Anja Karliczek hat sich entschieden. Das Zentrum für Batterieforschung soll in Münster angesiedelt werden. Die SPD-Landesgruppen Niedersachsen/Bremen kritisieren, dass bei der Standortauswahl der Ministerin maßgebliche Argumente keine Berücksichtigung gefunden haben.

„Forschung, vor allem in existenziellen Zukunftsfeldern, benötigt die direkte Anbindung an die praktische Umsetzung. Wir brauchen den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft! Nur so können sich notwendige Synergien effizient entwickeln“, erklärt Johann Saathoff, Vorsitzender der SPD-Landesgruppen Niedersachsen/Bremen und stellv. Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Energie der SPD-Bundestagsfraktion

Darüber hinaus wurde der volkswirtschaftliche Nutzen der Standortauswahl nicht ausreichend berücksichtigt. Denn in Regionen, die vom Technologiewandel in der Automobilindustrie direkt betroffen sind, wäre der volkswirtschaftliche Nutzen eines Forschungsstandortes besonders hoch.

Der Wandel weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor, führt dazu, dass vor allem in strukturschwachen Regionen in den nächsten Jahren viele Arbeitsplätze wegfallen werden. „Wo, wenn nicht in einer solchen Region, kann sich der volkswirtschaftliche Nutzen durch eine Investition in Höhe von 500 Millionen Euro besser entfalten, als in einer Region, die von dem Strukturwandel in der Automobilindustrie betroffen ist. In einem Brief haben wir die Ministerin daher aufgefordert ihre Entscheidung der Standortauswahl „Forschungsfabrik Batterie“ noch einmal zu hinterfragen und zu einem vollumfänglich nachvollziehbaren Ergebnis zu kommen“, so Falko Mohrs, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.