Wolfsburg (WB/Polizei Wolfsburg) - Drei Tag nach dem schrecklichen Verkehrsunfall auf der B 188 bei Kästorf mit einem Toten, einem Schwer- und einem Leichtverletzten (wir berichteten) konnte die Polizei weitere Spuren und Beweismittel auswerten. Durch vorliegendes Bildmaterial und Auswertung von Spuren konnten die Beamten den Unfallhergang genauer rekonstruieren, als dies am Tag des Geschehens möglich war.

Die Polizei hat hierzu Gutachter hinzugezogen, deren Feststellungen mit den Zeugenaussagen vor Ort nicht deckungsgleich sind.

Nach jetzt vorliegenden Erkenntnissen überholte zur angegebenen Unfallzeit zuerst der 69 Jahre alte Fahrer des Renault Alpine den LKW auf der Rechtsabbiegespur Richtung Kästorf, Warmenau, Brackstedt - gefolgt von dem 22-Jährigen in dem weißen VW Golf GTI.

Als beide den LKW passiert hatten fuhr der 22-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit mit seinem VW Golf GTI auf das linke Hinterrad des Renault Alpine auf, geriet in eine Schräglage und kam auf die Gegenfahrbahn, wo er zuerst mit dem VW Passat des 60 Jahre alten Wolfsburgers zusammenstieß. Danach wurde er durch die Luft geschleudert und touchierte mit seinem Heck den Skoda eines 83 Jahre alten Gifhorners, der hinter dem Passat fuhr. Anschließend schleuderte er wieder zurück auf die Richtungsfahrbahn Weyhausen, wo er völlig zerstört liegen blieb. Der Skoda des 83 Jahre alten Gifhorners krachte anschließend noch in den Motorblock und umherfliegenden Wrackteile des VW Passat.

Der 69 Jahre alte Renault Alpine-Fahrer konnte sein Fahrzeug abfangen und in der Abfahrt nach Brackstedt zum Stehen bringen. Er wurde bei dem Unfall nicht verletzt. Allerdings wurde beim Auffahren des VW Golf sein 44 Jahre alter Renault Alpine stark beschädigt.

Der 60 Jahre alte Fahrer des VW Passat kam bei dem Unfall ums Leben. Der 22 Jahre alte Fahrer des VW Golf GTI wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen, wo er weiterhin intensivmedizinisch betreut wird. Er ist bis zum heutigen Tage noch nicht vernehmungsfähig. Die Ermittlungen dauern an.