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Wolfsburg (WB/resch) - WDR Deutschlandfunk und Süddeutsche veröffentlichten bereits gestern Meldungen zum neuen Mobilfunkstandard 5G. Dieser neue, schnelle Standard soll in bundesweit sechs Modellregionen besonders gefördert werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestags stellte gestern, am Mittwoch dafür insgesamt 44 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld soll in Hamburg, Aachen und Kaiserslautern , in der nordbayerischen Region Amberg-Weiden sowie in der Lausitz und rund um Braunschweig und Wolfsburg 5G erprobt werden. 

5G steht für die 5. Mobilfunkgeneration und gilt als etwa 100 Mal schneller als 4G (LTE) Die höhere Geschwindigkeit ist für zahlreiche Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren oder die Telemedizin in besonderer Weise relevant.
Die Volkswagen-Stadt wird 5G-Modellregion und erhält Fördermittel in Millionenhöhe des Bundes zum Aufbau des schnellen Mobilfunknetzes.

Chance und Herausforderung

Der Region Braunschweig-Wolfsburg  werden für die Umsetzung des Projekts bis 2022 insgesamt 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
„Die Potenziale von 5G anschaulich und praxisnah entwickeln, erproben und demonstrieren.“ Dazu sollen die Fördergelder des Bundes dem Beschluss zufolge dienen.
Der Beschluß wird von Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) natürlich mit Begeisterung begrüßt. Er freut sich über die Unterstützung des Bundes. Das Land Niedersachsen sei nun am Zug, konstatiert der Oberbürgermeister und ergänzt: "Vom Land kam bereits die Zusicherung, den Transformationsprozess in unserer Region ebenfalls zu fördern." Ein 5G Projekt gemeinsam mit Braunschweig ist ein Vorteil für die ganze Region, und die Unterstützung von Bund und Land kommt allen zu Gute.

Zunächst soll das Stadtgebiet von Wolfsburg stufenweise durch 5G-Technologie abgedeckt werden. Schon getätigte Investitionen in das stadtweite Glasfasernetz können genutzt und somit Zusatzinvestitionen vermieden werden. Wissen und Erfahrungen aus dem Aufbau in Wolfsburg sollen dann im bei der Erschließung im Stadtgebiet von Braunschweig  und den ländlichen und halbstädtischen Gebieten zwischen den Ballungszentren genutzt werden.
Anwendungsfälle, die sich für die Erprobung eignen, wurden durch die Fraunhofer-Gesellschaft bereits entwickelt.

Der größte Arbeitgeber der Region, Volkswagen begrüßt die Entscheidung, dass der Stammsitz des Konzerns zur 5G-Modellregion wird ebenfalls.
VW-Personalvorstand Gunnar Kilian erklärt dazu: „Für die Transformation von Volkswagen zum führenden Anbieter von Elektromobilität, von vernetztem und automatisiertem Fahren ist 5G von entscheidender Bedeutung“. Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht auch die Beschäftigten als Nutznießer des schnellen Netzes. „Gerade unsere Region steht mit einem starken Schwerpunkt auf Automobilwirtschaft vor den denkbar größten Herausforderungen. Wissen schafft Arbeit!“, so der Gewerkschaftschef.