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Trauer und Fassungslosigkeit nach Tod eines Schülers
Wolfsburg (WB/resch) - Nach dem tödlichen Unfall eines zehn Jahre alten Jungen aus Wolfsburg bei einer Klassenfahrt im Kreis Diepholz ermittelt die Polizei. Das Theodor-Heuss-Gymnasium befindet sich im Schockzustand – acht Krisenbetreuer sind in der Schule im Einsatz.

Gestern am Abend berichtete die Wolfsburger Allgemeine Zeitung über den tödlichen Unfall eines Wolfsburger Schülers (10) auf Klassenfahrt. Schockzustand herrscht deshalb am Theodor-Heuss-Gymnasium. Gestern standen Seelsorger den Kindern und Jugendlichen zur Seite. Sie bieten Hilfe um Trauer und Fassungslosigkeit über den plötzlichen Verlust ihres Mitschülers zu verarbeiten. Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des tragischen Loren-Unfalls auf dem Gelände des Waldpädagogikzentrums Hahnhorst in Schwaförden laufen derzeit auf Hochtouren.

Ein Krisenbetreuerteam aus Schulpsychologen, Seelsorgern und einem Pastor der Landesschulbehörde ist im THG vor Ort. Größtmögliche Unterstützung der Schulgemeinschaft habe jetzt oberste Priorität. Da eine Hälfte der Schule mit einer Projektwoche befasst ist und die anderen Schüler sich auf Klassenfahrten befinden, findet derzeit ohnehin kein Unterricht statt . Eltern und Schüler waren dennoch am Mittwoch ins THG gekommen, um das Gespräch mit Lehrern und Betreuern zu suchen. Heute, am Donnerstagabend soll ein Elternabend der betroffenen fünften Klasse stattfinden. Es ist noch unklar, ob in der nächsten Woche wieder regulärer Unterricht erfolgt. Ein Sprecher der Landesschulbehörde betont: „Wir lassen die Schule nicht allein“.

Die Staatsanwaltschaft Verden hat die Ermittlungen zur Aufklärung des tödlichen Unfalls übernommen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft, werden die Beamten der Polizeiinspektion Diepholz daran arbeiten, die Ursachen dieses Unglücks aufzudecken. Das Unglückam ereignete sich am Dienstag beim Spielen auf einem auf Schienen stehenden Wagen auf dem Gelände des Waldpädagogikzentrums bei Diepholz. Dort waren die Kinder einer fünften Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums seit Montag auf Klassenfahrt auf.

Eine Gruppe von Schülern hatte sich während der Frühstückspause zu der etwas entfernt stehenden Lore begeben. Mehrere Kinder spielten an, um und auf der Lore. Dabei habe sich der Wagen bewegt und der Junge sei von einem der Lorenräder überrollt worden. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er an der Unfallstelle.

Die Ermittlungen gehen erst einmal in alle Richtungen. Eine Prüfung, ob es Aufsichtspflichtverletzungen gegeben habe, wird sicher auch angestrengt. Seitens der Landesschulbehörde soll es zunächst keine eigene Untersuchung geben Es werde vorerst davon ausgegangen, dass die Aufsichtspflicht gewahrt wurde, so der Sprecher 

Die Ermittler erhoffen aus den Aussagen der Zeugen Erkenntisse zu gewinnen. Ob eine offizielle Vernehmung der Kinder ansteht oder die Aufarbeitung durch Gespräche in der Schule erfolgt, deren Ergebnisse der Polizei zur Verfügung stellt werden, steht laut Polizeisprecher Gissing von der Polizeiinspektion Diepholz noch nicht fest. Unklar war zunächst noch, ob die Leiche des Zehnjährigen obduziert werden soll.
Staatsanwaltschaft und Polizei  ermitteln wegen eines „tragischen Unglücksfalls“. Sollten sich Hinweise bei den Ermittlungen ergeben, kann aber auch ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet werden.

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs drückte seine Anteilnahme aus. „Nach diesem tragischen Unfall bin ich in Gedanken bei den Eltern, Schülern und Lehrern. Ich wünsche ihnen, dass sie einen Weg finden, mit dem Erlebten und dem Verlust umzugehen“, so Mohrs.