Braunschweig (WB/Polizei Braunschweig) - Zu einer Vollsperrung der Autobahn 2 in Höhe der Anschlussstelle Peine kam es am Montagabend wegen eines Lkw-Unfalls.

Zunächst blieb ein Sattelzug aufgrund eines Getriebeschadens auf dem Hauptfahrstreifend er Autobahn liegen. Ein 43-jähriger Litauer bemerkte die Situation sehr spät, aber gerade noch rechtzeitig und kam kurz vor dem Heck des Liegenbleibers zum Stehen.

Zum Zweck des Vorbeifahrens an dem stehenden Lastwagen setzte der Mann seinen Sattelzug zurück. Der 30-jährige Fahrer eines Silozugs mit Gefahrgut, der von hinten heranfuhr, bemerkte dieses zu spät und versuchte, über den Überholfahrstreifen einen Zusammenstoß zu verhindern. Dies gelang nicht und er beschädigte durch das Manöver die dämmende Außenhülle seines Silos.

Da von der geladenen Acrylsäure, die sich in der Folge aufgrund des sonnigen Wetters schnell auf 30 Grad Celsius erwärmt hatte, ab ungefähr 40 Grad eine erhöhte Gefährdung ausging, wurde die Autobahn für beide Richtungen voll gesperrt. Der Feuerwehr gelang es in der Folge, das Dämmleck zu schließen und den Silo provisorisch zu kühlen.

Nach ungefähr 90 Minuten konnte zumindest der Verkehr in Richtung Hannover wieder freigegeben werden. Für die Bergung und Reinigungsarbeiten dauerte die Sperrung in Richtung Berlin bis in die Nachtstunden an.