Vorsitzende des Sozialausschusses, Immacolata Glosemeyer / Foto: SPD

SPD fordert Einführung einer Ehrenamtskarte für pflegende Angehörige in Wolfsburg
Wolfsburg (WB/SPD-Fraktion) - Die Leistungen von pflegenden Angehörigen sollen Anerkennung erfah-ren. Das wünscht sich jetzt die SPD. Deshalb sollen diese Menschen in der Stadt Wolfsburg Vergünstigungen erhalten – beispielsweise Preisnachlässe auf Eintrittspreise.

„Die Pflege und Betreuung eines nahestehenden Menschen ist eine große Herausforderung, die mit Bravour von vielen Bürgerinnen und Bürgern in dieser Stadt geleistet wird – das zollt uns unseren höchsten Respekt ab“, sagt Antragsinitiatorin und Vorsitzende des Sozialausschusses, Immacolata Glosemeyer.
Deshalb beauftragen die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion jetzt die Verwaltung, ein Format zu entwickeln, das zur Anerkennung der hohen Leistungen in der häuslichen Pflege den pflegen-den Angehörigen Vergünstigungen gewährt.
„Die pflegenden Personen nehmen erhebliche Belastungen – seelisch, körperlich, beruflich und finanziell – in Kauf, um ihren erkrankten Angehörigen den Verbleib im vertrauten häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Ohne die häusliche Pflege wäre das gesamte Pflege- und Gesund-heitswesen nicht funktionsfähig“, weiß SPD-Landtagsabgeordnete Glosemeyer.
Aus Sicht der SPD leisten die pflegenden Angehörigen einen enormen gesellschaftlichen Bei-trag, der in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Glosemeyer: „Als Dank hierfür und um ihre Leistung wenigstens ein bisschen anzuerkennen, regen wir Sozialdemokraten an, für sie eine Karte oder einen Pass einzuführen, mit dem sie – ähnlich wie mit der Ehrenamtskarte des Landes beziehungsweise der Lebensretter-Karte Wolfsburg – Vergünstigungen bei den teil-nehmenden Einrichtungen und Geschäften erhalten.“ Die Verwaltung soll zeitnah ein Konzept mit den möglichen Modalitäten und Kriterien für eine solche Karte ausarbeiten, fordert stellver-tretende SPD-Fraktionsvorsitzende Glosemeyer.