Foto: Tastatur (über dts Nachrichtenagentur)

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Mit Breitband-Anschlüssen für Ortschaften entlang der Stromautobahn Südlink will der Netzbetreiber Transnet BW für mehr Akzeptanz für das Vorhaben sorgen. Daher werde momentan geprüft, ob gleichzeitig mit dem Kabel auch eine Glasfaserleitung verlegt werden könne,

sagte Transnet-BW-Geschäftsführer Werner Götz der "Heilbronner Stimme" (Donnerstagsausgabe). Wenn eine Breitbandleitung mit verlegt werde, könne alle sechs Kilometer ein Anschluss zu einer Ortschaft verlegt werden, die derzeit nur über langsames Internet verfüge.

"Mittel- und langfristig wird der Bedarf an Breitbandkapazitäten erheblich zunehmen. Unsere Analysen zeigen, dass derzeit knapp 40 Prozent der Gemeinden im Projektraum nicht ausreichend mit schnellerem Internet versorgt sind - wir reden hier über bis zu 150.000 Haushalte", sagte Götz dem Blatt. Wenn Kommunen Interesse zeigten, würden bei Südlink neben den Gleichstrom-Erdkabeln auch Leerrohre für kommerzielle Breitband-Glasfaserkabel mitverlegt werden, womit Synergieeffekte insbesondere beim aufwendigen und teuren Tiefbau erreicht werden könnten, so Götz.

Unabhängig vom Südlink-Gesamtbetrieb könnten die Breitbandkabel außerdem bereits genutzt werden, sobald einzelne Abschnitte fertiggestellt wären. "Dazu sprechen wir derzeit mit unserem Projektpartner Tennet und der Bundesnetzagentur", sagte der Geschäftsführer weiter. "Bis Ende 2019 können wir hoffentlich konkreter werden. Für Gespräche mit interessierten Kommunen stehen wir aber bereits jetzt zur Verfügung."

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