Foto: Fridays-for-Future-Protest (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Für die Sängerin der Band Silbermond, Stefanie Kloß, ist der Umweltschutz erst seit der Geburt ihres Kindes ein wichtiges Thema. "Vor dem Kind war ich Coffee to go", sagte die Sängerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagsausgaben).

Das sei nun anders. "Ich habe mich entschieden, dieses Kind in die Welt zu setzen, jetzt muss ich mich auch darum kümmern, dass es in dieser Welt noch in 60, 70 Jahren leben kann", so Kloß weiter. "Die Umwelt war für mich bisher kein Thema, keine offene, sichtbare Wunde, auch wenn man schon seit Längerem den Schnee zusammenkratzen muss, um in der Weihnachtszeit einen Schneemann bauen zu können. Die Verantwortung für das Kind hat mir die Augen geöffnet."

Auf ihrem neuen Album singt die Band mit "Träum ja nur (Hippies)" auch einen politischen Song. Die Band sei sich aber nicht sicher, wie das ankommen wird. "Das ist ja die große Frage: Sollen sich Künstler politisch positionieren oder nicht? Wir haben uns dafür entschieden, diesmal auch musikalisch Stellung zu beziehen", sagte Kloß.

Ob das Stück aber Hymne der Fridays-for-Future-Bewegung werden könne, liege nicht in ihrer Hand. "Vielleicht hören die jungen Leute heute aber auch so viele unterschiedliche Musikrichtungen, dass sie sich schwer auf eine einzige Hymne einigen können." Ganz leicht hat es sich die Band dabei nicht gemacht: "Es ist eigentlich eine Lose-Lose-Situation. Wenn du dich nicht äußerst, wirst du kritisiert. Wenn du dich äußerst, wirst du auch kritisiert. Wir können uns vorstellen, dass uns jetzt vorgeworfen wird, verträumte Romantiker zu sein, die denken, wir könnten mit diesem Lied die Welt retten."