Jakub "Kuba" Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER), Mini John Cooper Works Rally / Foto: © MCH Photo

Polnisch-brandenburgisches Duo startet bei Saudi-Arabien-Premiere des Wüstenklassikers
Beim ersten gemeinsamen „Dakar“-Start: Ein Platz auf dem Podium ist das erklärte Ziel
Sand ohne Ende, in allen Schattierungen: Neuland für Fahrer und Beifahrer
Wolfsburg (WB/gerdes media) – Nicht weniger als eine neue Ära: Das erst 2019 formierte Duo Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk geht ambitioniert in die Rallye Dakar 2020.

Für den legendären Wüstenklassiker beginnt anno 2020 dabei eine neue Zeitrechnung: Nach der Afrika- und der Südamerika-Ära führt die Route erstmals durch den Nahen Osten. In Saudi Arabien finden die Organisatoren, Fahrer und Beifahrer eine Vielzahl an Wüstenpassagen und damit ein wahrlich forderndes Terrain vor. Vom 05. Januar bis zum 17. Januar führt der gnadenlose Motorsport-Marathon vom Startort Dschidda über den Ruhetag in Riad bis zum Ziel in Qiddiya. Saudi Arabien bildet für sämtliche Fahrer und Beifahrer wahres „Dakar“-Neuland, das im Renntempo durchmessen wird. Eine Herausforderung und Chance zugleich.

In diesem Jahr habe ich begonnen, mit Timo zu arbeiten. Er hat mehr Erfahrung als mein bisheriger Beifahrer und mit ihm, denke ich, werde ich den nächsten Schritt machen. Ich glaube fest daran, dass wir um die Top Drei mitkämpfen werden. Der Mini ist insgesamt bewährt und wir haben das gesamte Jahr über viel getestet. Die neueste Ausbaustufe und der aktuelle Motor machen ihn zuverlässig und schnell. Vor uns steht aber eine lange und extrem harte Rallye Dakar.
Jakub "Kuba" Przygonski vor der Rallye Dakar 2020

Für einen Motorsportler ist ein Platz auf dem Siegerpodest natürlich stets das oberste Ziel – und genau mit diesem treten ‚Kuba‘ und ich in diesem Jahr an. Vieles ist neu – es ist unsere erste ‚Dakar‘ zusammen, es ist die Premiere in Saudi Arabien und viele Regeln sind neu. Alles in allem sollten wir aus eigener Kraft in der Lage sein, unter die besten drei zu fahren. Dafür wollen und werden ‚Kuba‘ und ich kämpfen!
Timo Gottschalk vor der Rallye Dakar 2020


„Kuba“ und der Brandenburger – eine spannende „Dakar“-Mischung

Der polnische Aufsteiger Jakub „Kuba“ Przygonski aus Polen und Timo Gottschalk aus Brandenburg bilden seit Anfang 2019 ein neues Gespann. Vor ihrer ersten gemeinsamen „Dakar“ bestritten Przygonski/Gottschalk zusammen einige Läufe des FIA Marathon-Rallye-Weltcup für Bajas und Rallyes. Die Chemie an Bord des X-raid-Mini John Cooper Works Rally stimmt. „Ich denke, ‚Kuba‘ und ich sind beides Kämpfertypen, das passt sehr gut zusammen“, so Timo Gottschalk vor der Rallye Dakar 2020. „Uns wurde beiden bisher nichts geschenkt und wir mussten beide für unsere Karrieren hart arbeiten. Wir beide leben das Prinzip: Aufgeben ist nicht.“

Zu dieser Form des „All-in“ gehört allerdings auch eine große Portion Bodenständigkeit – sowohl beim Fahrer als auch beim Beifahrer. Przygonski und Gottschalk zeichnet bei ihrer Arbeit im Cockpit eine ausgeprägte Besonnenheit aus. Bei der Rallye Dakar von jeher eine zielführende Charaktereigenschaft.


Ziel: das Podium

Das sportliche Ziel lautet für Przygonski/Gottschalk deshalb, bei der Saudi-Arabien-Premiere der „Dakar“ unter die Top drei zu fahren. 2020 gehören die beiden Teams von X-raid-Mini und Hallspeed-Toyota zu den größten Favoriten. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf den Sieg zählen auch die „Dakar“-Sieger Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP) und Stéphane Peterhansel/Paulo Fiuza (FRA/POR) im X-raid-Mini Buggy oder Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA), Giniel de Villiers/Alex Haro Bravo (ZAF/ESP) im Hallspeed-Toyota. Eine viel beachtete „Dakar“-Premiere feiert Ex-Formel-1-Pilot Fernando Alonso, der mit Marc Coma (beide ESP) im Toyota antritt.


Neuland: Saudi-Arabien und neue Regeln für Navigatoren

Insgesamt 7.845 Kilometer durch Saudi-Arabien, davon 5.096 gegen die Uhr – die Rallye Dakar 2020 bietet auf ihrem Weg von Dschidda nach Qiddiyah alle Darreichungsformen von Sand. Etwa vier Fünftel der Prüfungskilometer werden auf oder in dem körnigen Untergrund absolviert. Traditionell stehen vor und nach dem Ruhetag, der im Biwak von Riad eine kurze Verschnaufpause verspricht, die härtesten Etappen auf dem Programm. Neben Dünen und schnellen Sandpisten warten Abschnitte mit steinigen Bergpässen, ausgetrockneten Flussbetten und Geröllfelder in teils beeindruckenden, teils kargen Landschaften auf die Teilnehmer.

Nicht nur der Fahrer, auch der Beifahrer wird bei der „Dakar“ 2020 wieder enorm gefordert – neben dem unbekannten Terrain gilt es neue Regeln zu meistern. Die Roadbooks werden erstmals vom Veranstalter A.S.O. (Amaury Sport Organisation) bereits farbig markiert übergeben, teils erst 20 Minuten vor dem Start der Etappe. Individuelle Farbcodes und Notizen einzutragen, wird den Beifahrern so erschwert. Es zählt verstärkt das Talent und die Gabe, sich navigatorisch durch schwierige Situationen zu manövrieren – und davon wird es auch 2020 einige geben.

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Jakub "Kuba" Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER), Mini John Cooper Works Rally Foto: © MCH Photo

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Jakub "Kuba" Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER), Mini John Cooper Works Rally Foto: © MCH Photo


Sonntag, 05. Januar 2020, Tag 01 – Dschidda–Al Wajh
Distanz Wertungsprüfung: 319 km
Distanz gesamt: 752 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 09:20 Uhr/07:20 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 12:59 Uhr/10:59 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Montag, 06. Januar 2020, Tag 02 – Al Wajh–Neom
Distanz Wertungsprüfung: 367 km
Distanz gesamt: 401 km
Startzeit Wertungsprüfung ca. 09:25 Uhr/07:25 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung ca. 13:47 Uhr/11:47 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Dienstag, 07. Januar 2020, Tag 03 – Neom–Neom
Distanz Wertungsprüfung: 404 km
Distanz gesamt: 489 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 09:25 Uhr/07:25 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 14:10 Uhr/12:10 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Mittwoch, 08. Januar 2020, Tag 04 – Neom–Al-'Ula
Distanz Wertungsprüfung: 453 km
Distanz gesamt: 676 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 09:30 Uhr/07:30 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 15:30 Uhr/13:30 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Donnerstag, 09. Januar 2020, Tag 05 – Al-'Ula–Ha'il
Distanz Wertungsprüfung: 353 km
Distanz gesamt: 563 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 09:10 Uhr/07:10 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 13:41 Uhr/11:41 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Freitag, 10. Januar 2020, Tag 06 – Ha'il–Riad
Distanz Wertungsprüfung: 478 km
Distanz gesamt: 830 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 09:05 Uhr/07:05 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 14:19 Uhr/12:19 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Samstag, 11. Januar, Ruhetag – Riad

Sonntag, 12. Januar 2020, Tag 07 – Riad–Wadi Al Dawasir
Distanz Wertungsprüfung: 546 km
Distanz gesamt: 741 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 08:35 Uhr/06:35 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 14:17 Uhr/12:17 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Montag, 13. Januar 2020, Tag 08 – Wadi Al Dawasir–Wadi Al Dawasir
Distanz Wertungsprüfung: 474 km
Distanz gesamt: 713 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 08:25 Uhr/06:25 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 13:26 Uhr/11:26 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Dienstag, 14. Januar 2020, Tag 09 – Wadi Al Dawasir–Haradh
Distanz Wertungsprüfung: 415 km
Distanz gesamt: 891 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 10:30 Uhr/08:30 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 15:40 Uhr/13:40 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Mittwoch, 15. Januar 2020, Tag 10 – Haradh–Shubaytah
Distanz Wertungsprüfung: 534 km
Distanz gesamt: 598 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 08:10 Uhr/06:10 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 16:00 Uhr/14:00 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Donnerstag, 16. Januar 2020, Tag 11 – Shubaytah–Haradh
Distanz Wertungsprüfung: 379 km
Distanz gesamt: 744 km
Startzeit Wertungsprüfung: ca. 11:21 Uhr/09:21 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung: ca. 12:30 Uhr/10:30 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Freitag, 17. Janau 2020, Tag 12 – Haradh–Qiddiyah
Distanz Wertungsprüfung: 374 km
Distanz gesamt: 447 km
Startzeit Wertungsprüfung ca. 09:20 Uhr/07:20 Uhr (Ortszeit/MEZ)
Zielzeit Wertungsprüfung ca. 11:45 Uhr/09:45 Uhr (Ortszeit/MEZ)


Starterliste (Auszug)
#300 – Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA), Toyota
#301 – Joan "Nani" Roma/Daniel Carreras (ESP/ESP), Borgward
#302 – Stéphane Peterhansel/Paulo Fiuza (FRA/POR), Mini
#303 – Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER), Mini
#304 – Giniel de Villiers/Alex Haro Bravo (ZAF/ESP), Toyota
#305 – Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP), Mini
#306 – Martin Prokop/Viktor Chytka (CZE/CZE), Ford
#307 – Bernhard Ten Brinke/Tom Colsoul (NED/BEL), Toyota
#308 – Khalid Al Qassimi/Xavier Panseri (UAE/FRA), Peugeot
#309 – Yazeed Al Rajhi/Konstantin Zhiltsov (KSA/RUS), Toyota
#310 – Fernando Alonso/Marc Coma (ESP/ESP), Toyota
#311 – Orlando Terranova/Bernado Graue (ARG/ARG), Mini


04. Januar 2019, 22:00 Uhr – Eurosport 1 – Vorbericht
05. Januar 2019, 23:00 Uhr – Eurosport 1 – Tageszusammenfassung
06. Januar 2019, 08:00 Uhr – Eurosport 1 – Tageszusammenfassung (Wiederholung)

Podcasts
Pitwalk – Vorschau auf die Rallye Dakar mit Timo Gottschalk: hier