Foto: Elmar Brok (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CDU-Bundesvorstandsmitglied Elmar Brok rechnet mit einem Kanzlerkandidaten der Schwesterpartei CSU. "Einiges spricht dafür, dass die Kanzlerkandidatur so geregelt wird wie schon zweimal in der Geschichte der Union",

sagte Brok den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Demnach könnte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als Spitzenkandidat der Unionsparteien bei der nächsten Bundestagswahl antreten.

"1979 hatte der damalige Bundesvorsitzende Helmut Kohl zugunsten von Franz-Josef Strauß verzichtet. 2001 ließ Angela Merkel Edmund Stoiber den Vortritt", so der CDU-Politiker weiter. Er sei davon überzeugt, dass CDU-Chefin und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Ruhe besitze, "eine ähnliche Entscheidung zu treffen, wenn die Zeit soweit ist", so der frühere CDU-Europaabgeordnete.

Er erklärte, Kramp-Karrenbauer habe sich offen gehalten, Kanzlerkandidatin zu werden und werde im geeigneten Augenblick ihre Entscheidung treffen. "Sie hat gesagt, dass sie die Nominierung als Parteivorsitzende von vorn führen wird. Sollte die Koalition nicht vorzeitig beendet werden, wird diese Entscheidung nicht vor November oder Dezember 2020 fallen", sagte Brok den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".