Foto: Easyjet-Flugzeug (über dts Nachrichtenagentur)

Luton (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Airline EasyJet, Johan Lundgren, hat die für alle Passagiere einheitliche CO2-Luftverkehrssteuer kritisiert. Höherpreisige Tickets für die Business- und First-Class sollten auch höher besteuert werden,

sagte Lundgren der "Welt" (Freitagsausgabe). "Der größere Platz für einen Passagier in der Ersten Klasse oder Business-Klasse im Flugzeug bedeutet, dass auf ihn rechnerisch mehr CO2-Emissionen entfallen. Das sollte bei der Luftverkehrsabgabe berücksichtigt werden", sagte der EasyJet-Chef. Die jüngst beim Klimagipfel der Bundesregierung verkündete Steueranhebung hält der Manager für falsch. "Eine feste Steuerhöhe, also eine Flat-Steuer, bringt keinerlei Anreiz, effizienter und umweltfreundlicher zu fliegen", so Lundgren.

Traditionelle Airlines würden zum Teil nur mit 70 oder 80 Prozent Belegung der Sitzplätze fliegen, während EasyJet mit einer durchschnittlichen Auslastung von 92 Prozent unterwegs sei. Lundgren hält es daher für sinnvoller, auf eine Kerosinsteuer zu setzen, "weil das den Einsatz effizienter Flugzeuge fördert". Der EasyJet-Chef bezweifelt zudem, dass die Einnahmen aus der CO2-Steuer in die Forschung und Entwicklung für umweltfreundliches Fliegen fließen werden: "Daher glaube ich nicht, dass die erhöhte Besteuerung gut für die Umwelt ist."