Foto: Journalisten im Bundestag (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundestagsdebatte über den Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit, die am Freitag im Bundestag stattfindet, wird erneut fast ausschließlich von Ostdeutschen bestritten. Das ergibt sich laut eines Berichts des "Redaktionsnetzwerks Deutschland"

(Freitagausgaben) aus der Rednerliste, über die die RND-Zeitungen berichten. Demnach kommen zehn der zwölf Rednerinnen und Redner aus den neuen Bundesländern - wobei einer von ihnen in Westdeutschland geboren ist.

Ausnahmen sind der CSU-Abgeordnete Andreas Lenz, da die CSU nur in Bayern kandidiert, und Sabine Poschmann (SPD) aus Nordrhein-Westfalen. Überdies beschränkt sich die Herkunft der Redner auf vier von insgesamt 16 Bundesländern - nämlich Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen - während zwölf Bundesländer überhaupt nicht vertreten sind. Mit jeweils fünf Rednern stellen Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen zusammen allein zehn der zwölf Redner; in Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Die jährliche Debatte über den Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit machen Ostdeutsche seit Jahren mehr oder weniger unter sich aus, obwohl es eigentlich um das Zusammenwachsen beider Landesteile geht.