Foto: Sonnenuntergang über dem Meer (über dts Nachrichtenagentur)

Monaco (dts Nachrichtenagentur) - Der Weltklimarat (IPCC) hat vor einer massiven Schädigung der Meere und Eismassen der Erde durch die die menschengemachte Erderwärmung gewarnt. Das geht aus einem Sonderbericht des IPCC

über den Ozean und die Kryosphäre hervor, der am Mittwoch in Monaco vorgestellt wurde. Ziel des Berichts war es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Ozean und der Kryosphäre in einem sich ändernden Klima zusammenzufassen und physikalische Prozesse und Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme von Ozeanen, Küsten, Polen und Gebirgsregionen zu bewerten.

Laut IPCC-Sonderbericht ist Anstieg des Meeresspiegels mit 3,6 Millimetern pro Jahr mittlerweile doppelt so hoch wie im Schnitt des 20. Jahrhunderts. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Pegel noch schneller steigen wird. Überschwemmungen und andere Wetterextreme könnte sich demnach in Zukunft häufen.

Eine weitere Warnung der Wissenschaftler betrifft ein zunehmendes Absterben von Ökosystemen durch die starke Erwärmung der Meere. Das IPCC war im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen worden. Es soll für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen, dabei aber keine Handlungsempfehlungen geben.

Der Sitz der Institution befindet sich in Genf. Das IPCC zählt 195 Regierungen als Mitglieder. Zudem sind mehr als 120 Organisationen als Beobachter registriert.