Insgesamt 560 Teilnehmer trafen sich in Wolfsburg zum internationalen „Innovative Logistics Solution Day“. / Foto: Volkswagen AG

Institut für Produktmanagement (IPM) richtet mit der Volkswagen Konzernlogistik als Schirmherren „Innovative Logistics Solution Day“ aus
Externe Unternehmen präsentieren ihre Best-Practice-Lösungen
Thomas Zernechel, Leiter Volkswagen Konzernlogistik: „Wir haben mit dem Institut für Produktionsmanagement (IPM) in einem weltweiten Innovationswettbewerb einige der innovativsten Anbieter der Automobillogistik ausgewählt.“
Wolfsburg (WB/Volkswagen AG) - Die aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Megatrends stellen auch die Logistik in der Automobilindustrie vor neue Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund trafen sich heute rund 560 Logistik-Experten zum „Innovative Logistics Solution Day“ in Wolfsburg. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Institut für Produktionsmanagement (IPM) unter der Schirmherrschaft der Volkswagen Konzernlogistik. Im Fokus der Konferenz standen die Themenfelder Zero Impact Factory, Künstliche Intelligenz, Neue Geschäftsmodelle und Digitale Transformation sowie deren Auswirkung auf die Automobillogistik.

75 Firmen aus acht Ländern kamen zum „Innovative Logistics Solution Day“ in den CongressPark Wolfsburg. Darunter zehn besonders innovative Unternehmen, die im Rahmen eines Scouting-Verfahrens aus über 430 Bewerbungen ausgewählt wurden, und die ihre Logistiklösungen auf dem „Innovative Logistics Solution Day“ vorstellen durften. „Wir haben mit dem Institut für Produktionsmanagement in einem weltweiten Wettbewerb einige der innovativsten Anbieter der Automobillogistik ausgewählt“, sagte Thomas Zernechel, Leiter Volkswagen Konzernlogistik. Dass die digitale Zukunft der Automobillogistik sehr facettenreich ist, wurde in der Ausstellung deutlich.

Hier informierten die Unternehmen die Logistikexperten zum Beispiel über granulatbasierte Flächengreifer, die sich unterschiedlichen Bauteilen selbstständig anpassen können und somit die Automatisierung von Sequenzier- und Kommissionieraufgaben flexibler machen. Eine andere Lösung aus Spanien ist ein Routenoptimierer, der sich dank künstlicher Intelligenz stetig selbst verbessert. Die Routen werden in Sekundenbruchteilen geplant, was die Produktivität erhöht. Dass die Digitalisierung auch einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten kann, zeigte ein Unternehmen aus Rotterdam: Mit Hilfe einer digitalen Plattform können Spediteure miteinander kooperieren. Leerfahrten sollen so vermieden und Transporte besser ausgelastet werden.

Ralf Appel, Leiter Materiallogistik der Volkswagen Konzernlogistik, sagte: „Die Digitalisierung unserer logistischen Prozesse ermöglicht es uns, Durchgängigkeit und Transparenz herzustellen. Wenn Informationen in Echtzeit zur Verfügung stehen, können Entscheidungen effizienter, schneller und ganzheitlicher gesteuert werden. Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung ist allerdings ein gut funktionierender Prozess. Daher ist es uns wichtig, zunächst den Prozess lean zu gestalten und ihn erst dann zu digitalisieren.“