(Von links) Marco Wittek, Geschäftsführer des Wolfsburger Betriebsrats, Dr. Wilfried Krüger, „Starthilfe“ Wolfsburg, Betriebsrätin und Vorsitzende des Sozialausschusses Sandra Bruder, Lucie Burski, Volkswagen Personalwesen und Susanne Bertram-Adler, Leiterin der KiTa Martin Luther. / Foto: Volkswagen AG

Die Initiative fördert sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in 19 Kindertagesstätten und fünf Grundschulen
Wolfsburg (WB/Volkswagen AG)  – Die Wolfsburger Volkswagen Mitarbeiter haben 100.000 Euro an die Initiative „Starthilfe“ zugunsten sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Wolfsburg gespendet.

Die Initiative finanziert mit der Belegschaftsspende langfristige Lern- und Gesundheitsprojekte für mehr als 3000 Kinder an 19 Kindertagesstätten und fünf Schulen in der Stadt. Die Starthilfe wurde vor elf Jahren als Aktionsbündnis gegen Kinderarmut gegründet, um die Startchancen und Entwicklungsperspektiven von Mädchen und Jungen aus schlechter gestellten Familien zu verbessern.

 

Lucie Burski vom Volkswagen Personalwesen und Betriebsrätin Sandra Bruder, zugleich Vorsitzende des Sozialausschusses, übergaben die Belegschaftsspende gemeinsam mit dem Geschäftsführer des VW Betriebsrates Wolfsburg Marco Wittek im Kinder- und Familienzentrum Martin Luther. Dort nahmen der ehrenamtliche „Starthilfe“-Koordinator Dr. Wilfried Krüger und Susanne Bertram-Adler, Leiterin der Kindertagesstätte Martin Luther, den symbolischen Spendenscheck entgegen.

„Wenn wir die Zukunftschancen von Mädchen und Jungen verbessern wollen, die sozial und wirtschaftlich benachteiligt sind, brauchen wir viel Ausdauer“, sagte Lucie Burski, Volkswagen Personalwesen. „Elf Jahre ‚Starthilfe‘ stehen für eben dieses benötigte Durchhaltevermögen, aber auch für viel ehrenamtliches Engagement, damit kein Kind verloren gegeben wird, sondern alle stark fürs Leben gemacht werden.“

„Auch in einer gut aufgestellten Stadt wie Wolfsburg leben Familien an der Armutsgrenze. Hier kommt die Initiative Starthilfe ins Spiel, die sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen unbürokratisch hilft, damit sie nicht abgehängt werden. Für die Kolleginnen und Kollegen von Volkswagen ist dieses Engagement vor der eigenen Haustür seit Jahren eine Herzensangelegenheit“, sagten Betriebsrätin Sandra Bruder, die auch Vorsitzende des Sozialausschusses bei VW ist, und Marco Wittek, Geschäftsführer des VW-Betriebsrates Wolfsburg.

In Wolfsburg gibt es rund 16.400 Kinder im Alter von bis zu 15 Jahren. Davon leben über 3000 Kinder in Familien mit geringem Einkommen, die von Unterstützungsleistungen abhängig sind. Das bedeutet, jedes fünfte Wolfsburger Kind ist von Armut betroffen.

Dr. Wilfried Krüger, Koordinator des Projektes „Starthilfe“, sagte: „In den vergangenen elf Jahren haben wir viel erreicht. Die Kindertagesstätten und Schulen bestätigen die positive Wirkung der langfristig angelegten ‚Starthilfe‘-Förderprojekte. Jetzt kommt es darauf an, mit gleicher Intensität weiterzumachen, denn benachteiligte Kinder wachsen nach. Die Anzahl betroffener Elternhäuser geht kaum zurück. Und die dort oftmals schwierigen Lebensumstände bremsen die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.“

Die Wolfsburger Initiative „Starthilfe“ wurde 2008 von Volkswagen, der Stadt Wolfsburg, der IG Metall sowie der Evangelisch-lutherischen und der Katholischen Kirche ins Leben gerufen. Der Initiativkreis sammelt Spenden für den Verein für Jugendförderung, der an das Jugendamt Wolfsburg angebunden ist. Aus dem Spendenaufkommen werden langfristig angelegte Schulungs- und Förderprojekte in den vier Bereichen Bewegung, Gesunde Ernährung, Lernen und soziale Entwicklung an 19 Kindertagesstätten und fünf Schulen in Wolfsburg gefördert. Dazu zählen die Bereitstellung von frischem Obst und Vollkornbrot für gesunde Schulernährung sowie die Unterstützung bedürftiger Kinder mit Schulmaterialien.

Die Wolfsburger Volkswagen Mitarbeiter haben vergangenes Jahr die Summe von mehr als 460.000 Euro als Belegschaftsspende 2018 gesammelt. Sie kommt insgesamt 31 gemeinnützigen Projekten und Organisationen in der ganzen Region zu Gute – von Wolfsburg und Gifhorn über Helmstedt bis nach Oebisfelde. Damit finanzieren sie langfristige Sozialprojekte sowie dringend benötigtes Büro- und Arbeitsmaterial. Der Löwenanteil der Belegschaftsspende geht an die „Starthilfen“ in Wolfsburg und Helmstedt sowie an zwei Kinderfonds in der Stadt und im Landkreis Gifhorn.