Holocaust-Gedenktag 2018 - in der Bildmitte Werkleiter Dr. Stefan Loth (l.) und Dieter Landenberger, Leiter Volkswagen Heritage./ Foto: Volkswagen AG

Kranz­niederlegung am Gedenkstein für Zwangsarbeiter
Filmvorführung im Konzernarchiv „Bei uns nichts Neues“

Im Anschluss Diskussion mit Autor und Regisseurin
Wolfsburg (WB/Volkswagen AG) - Volkswagen erinnert am Holocaust-Gedenktag, Sonntag, 27. Januar 2019, mit einer Gedenkveranstaltung im Werk Wolfsburg an die Opfer von Mord, Verfolgung und Zwangsarbeit in der NS-Diktatur.

Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr am Gedenk­stein für die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter an der Südstraße, Eingang 2. Dort werden Repräsentanten des Unternehmens, darunter Werkleiter Dr. Stefan Loth und Dieter Landenberger, Leiter Volkswagen Heritage, Mitglieder des Betriebsrates sowie der Jugend- und Auszubildenden­vertretung Kränze niederlegen. Der Gedenkstein erinnert an die Zwangs­arbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks von 1940 bis 1945.

Nach der Kranzniederlegung wird im Forum des Konzernarchivs der Film „Bei uns nichts Neues“ von Shimon Lev und Astrid Vehstedt gezeigt. Der israelische Künstler und Autor sowie die deutsche Produzentin und Regisseurin des Films stehen im Anschluss für ein moderiertes Gespräch und Fragen zur Verfügung.

In dem Film von 2014 lesen heutige Bewohner des Hauses in der Berliner Thomasiusstraße 11 aus Briefen und Postkarten der jüdischen Familie Löw vor, die zwischen 1940 und 1943 von dort aus an den Sohn Willy gingen. Willy Löw, der Vater von Filmautor Shimon Lev, überlebte als Einziger seiner Familie den Holocaust in Großbritannien, wohin seine Eltern den 16-Jährigen mit einem Kindertransport geschickt hatten. Die sich immer weiter zuspitzende Situation der jüdischen Familie wird in den Briefen und Postkarten deutlich. Willys Eltern und seine Schwester Liane, welche die meisten der Briefe schrieb, wurden im Mai 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Briefe sind erschütternde und verstörende Zeugnisse. Sie halten genau wie die Stolpersteine vor dem Haus die Erinnerung an die Familie Löw wach.

Der Zutritt zum Werksgelände ist am Sonntag, 27. Januar, ab 14 Uhr über das Tor Sandkamp möglich. Externe Besucher (Mindestalter 12 Jahre) werden gebeten, sich bis Donnerstag, 24. Januar 2019, mit Vor- und Zunamen unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden.

Holocaust-Gedenktag
Am Sonntag, 27. Januar 2019, jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vor 74 Jahren durch die sowjetische Rote Armee. Auf Beschluss der Vereinten Nationen wird dieser Tag seit 2005 weltweit als Holocaust-Gedenktag begangen.

erweiterte Bildunterschrift: Kranzniederlegung am Gedenkstein für die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Der Gedenkstein an der Südstraße, Eingang 2 erinnert an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks von 1940 bis 1945. Das Foto entstand am Holocaust-Gedenktag 2018 und zeigt in der Bildmitte Werkleiter Dr. Stefan Loth (l.) und Dieter Landenberger, Leiter Volkswagen Heritage./ Foto: Volkswagen AG