Anna-Ida Heuer (19) / Foto: Volkswagen

Auszubildende zur Kraftfahrzeugmechatronikerin Volkswagen, Werk Wolfsburg
Wolfsburg (WB/Volkswagen) - Anna-Ida Heuer arbeitet gern mit anderen Ausbildenden zusammen und gestaltete Projekte wie Girls‘ Day, Berufsinformationstag und das Zukunftsforum zur Berufsausbildung mit. Sie wird ihre Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatronikerin bei Volkswagen im Werk Wolfsburg im kommenden Jahr abschließen.

Im März dieses Jahres engagierte sich die 19-jährige Wolfsburgerin in der Gedenkstättenarbeit in Auschwitz. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) und des Volkswagen Konzerns, bei dem seit nunmehr 30 Jahren Auszubildende von Volkswagen mit ihren beruflichen und persönlichen Fähigkeiten dazu beitragen, die Gedenkstätten des ehemalige KZ-Stammlager Auschwitz und des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zu erhalten. Seit Ausbildungsbeginn hatte Anna-Ida Heuer sich für dieses Projekt interessiert.

„Wir wollen helfen, diesen Ort nachfolgenden Generationen zu erhalten. Das ist unheimlich wichtig – für die Ermordeten, die Überlebenden und das Gedächtnis der Menschheit“, sagt die angehende Kraftfahrzeugmechatronikerin. „Ich denke zum Beispiel an meine neunjährige Schwester. Sie soll sich später auch darüber informieren können, was Menschen in Auschwitz Menschen angetan haben.“

Im März war es grimmig kalt in Auschwitz, als die Wolfsburgerin half, stumme Zeugen der Ermordeten zu erhalten: Die Nachwuchskräfte konservierten Schuhe – auch von Kleinkindern, befreiten Emaille-Geschirr von Rost und restaurierten Becher und Töpfe. „Wir erneuern auch verrostete Stachel­drahtzäune, damit Besucher auch noch in 10, 30 oder 100 Jahren wissen, was das für ein Ort war.“

Am Montag, 20. August besucht Bundesaußenminister Heiko Maas die KZ-Gedenkstätte Auschwitz. Auf Einladung des Internationalen Auschwitz Komitee wird Anna-Ida Heuer den Bundesaußenminister in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte treffen. Dort werden Volkswagen Auszubildende aus Deutschland und Polen mit Deutschlands Chef-Diplomaten über ihre Begegnungen mit Zeitzeugen sowie persönliche Eindrücke und Erlebnisse bei der Gedenkstättenarbeit in Auschwitz sprechen.

Rund 1,5 Millionen Menschen wurden im KZ Auschwitz und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch das NS-Regime ermordet, am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die wenigen Überlebenden.