Bei Volkswagen arbeiten Cloud-Architekten wie Hischam Abul Ola. / Foto: Volkswagen

Neue Portraitserie: IT-Aufgaben im Volkswagen Konzern
Bei Volkswagen bringen Cloud-Architekten immer mehr Anwendungen in online verfügbare Speicher, Programme können so schneller und sicherer betrieben werden
Volkswagen zeigt auf der CEBIT 2018 (12.-15. Juni) große Bandbreite digitaler Technologien
Wolfsburg (WB/Volkswagen) - Der Volkswagen Konzern setzt auf Cloud Computing und hebt immer mehr Anwendungen, ob für Unternehmensprozesse oder Kundenservices, in online verfügbare Speicher.

So können viele Programme noch schneller und sicherer betrieben werden. Cloud-Architekten wie Hischam Abul Ola sorgen dafür, dass die Übertragung der Systeme reibungslos läuft und sich Nutzer bestmöglich zurechtfinden.

Die Striche, Kästchen und Vermerke auf der Glaswand werden immer mehr, denn Hischam Abul Ola grübelt. Er arbeitet an einer Strategie, um weitere IT-Systeme bei Volkswagen in die Cloud zu bringen. Die Glaswand nutzen Abul Ola und sein Team dazu gerne als Strategietafel. Ihr Arbeitsplatz ist die IT-City, die Volkswagen nördlich des Werksgeländes in Wolfsburg errichtet hat. Der campusartige Standort bietet Platz für 1.500 Mitarbeiter, hier konzentriert Volkswagen seine IT- und Digitalisierungskompetenzen am Standort Wolfsburg. „Hier herrscht ein toller Spirit“, sagt Abul Ola. „Wir sind dabei, viele weitere Anwendungen in die Cloud zu hieven“, so der 38-Jährige. Die Daten und Programme können dort noch schneller und sicherer betrieben und weiterentwickelt werden.

Die Entwicklung der Cloud-Architekturen bei Volkswagen liegt in den Händen von IT-Experten wie Abul Ola. Cloud-Architekten sind die Generalisten in den IT-Abteilungen, ihre Aufgabe ist es, passende Cloud-Strategien zu entwickeln und IT-Umgebungen so aufzusetzen, dass sich die Nutzer bestmöglich zurecht finden. „Wir entwickeln Anwendungen und Systeme, die leicht zu betreiben und leicht zu bedienen sind“, sagt Abul-Ola.

Nur ein Beispiel ist der Volkswagen Car Configurator. Er wurde vor anderthalb Jahren in die Cloud eingebracht (Fachwort: migriert). Davon profitieren Kunden und alle, die sich für einen Volkswagen interessieren: Denn gerade in den Abendstunden, wenn viele Menschen Zeit finden, können dem Programm durch die Cloud mehr Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden, alles läuft reibungslos weiter. Abul Ola spricht hier von Elastizität.

Als Cloud-Architekt arbeitet er daran, für jede Aufgabe eine jeweils genau passende Lösung mit den jeweils geeigneten Technologien zu konfigurieren. Und das erfolgreich. „Dank der Cloud ist Infrastruktur kein Flaschenhals mehr“, sagt Abul Ola. Außerdem verändert die Cloud Arbeitsweisen, und das hat Vorteile. „Agile Methoden ermöglichen schnelle und effiziente Lösungen“, sagt er. „Wir halten uns selbst daran. Denn sie erlauben schnelle Anpassungen an neue Anforderungen.“

„Unsere Devise ist: Weniger planen, mehr machen“, sagt Abul Ola. Das alles erfordert viel Kommunikation, spontane Unterredungen und Diskussionen. „Wir sorgen dafür, dass es läuft, alles ineinandergreift und alle zusammenspielen“, sagt Abul Ola. Und wenn das gut funktioniert, läuft in der Wolke ziemlich cooler Sound.

Volkswagen auf der CEBIT 2018 (12. bis 15. Juni)
Der Volkswagen Konzern wird auf der CEBIT in der Future Mobility Halle (Halle 25) ein Forum für Interessierte und Fachleute bieten: mit packenden Präsentationen und erstklassigen Exponaten, mit spannenden Diskussionsrunden und Talks. Die Bandbreite der Themen ist groß. Sie reicht von neuen Formen des digitalen Automobildesigns, Quantencomputing und Blockchain-Projekten hin zu angewandter künstlicher Intelligenz im Unternehmen und datengestützter Verkehrsoptimierung in europäischen Metropolen. Zudem wird es eine Weltpremiere auf dem Messestand geben.

In Halle 27 sprechen Spezialisten aus dem Personalmarketing mit Fachkräften, Absolventen und Studierenden über die breite IT-Aufgabenvielfalt im Unternehmen und Einstiegsmöglichkeiten in den Volkswagen Konzern.