Viele Umbaumaßnahmen während des Werkurlaubs bei Volkswagen in Wolfsburg: Hier richten Experten neuinstallierte Robotertechnik für die Montage von Unterbodenverkleidungen ein. / Foto: Volkswagen

Wolfsburg (WB/Volkswagen)  – Werkurlaub und Produktionsruhe in seinem Stammwerk Wolfsburg nutzt Volkswagen für rund 250 Umbaumaßnahmen, die von Mitarbeitern verschiedener Bereiche gemeinsam mit Planern, Instandhaltern und Dienstleistern umgesetzt werden. Neben der notwendigen Erhaltung von Anlagen und Bausubstanz soll die Fertigung noch produktiver, ressourcenschonender und ergonomischer werden.

Im Presswerk zum Beispiel soll im Werkurlaub der dritte von insgesamt vier neuen Brückenkränen installiert werden. Die 34 Meter langen Einzelteile des Krans werden mit Schwertransportern angeliefert, mit einem Autokran entladen und dann in die Führungsschienen unmittelbar unter der Hallendecke gesetzt. Der neue Brückenkran kann Lasten von bis zu 63 Tonnen tragen, die Pendelbewegung des Kranhakens vollautomatisch ausgleichen und per Knopfdruck vorprogrammierte Ziele punktgenau ansteuern.

Der Karosseriebau der Tiguan- und Touranfertigung wird nach entsprechenden Installationsarbeiten ein neues Kamerasystem zum Einsatz bringen. Das System - am Kopf eines Roboters befestigt - kann die Laserlötnähte zwischen Dach und Seitenteilen vollautomatisch und bei laufender Fertigung prüfen. Das sichert in kürzerer Zeit eine noch höhere Qualität und steigert die Produktivität.

In der Lackiererei von Tiguan und Touran bauen Spezialisten mehrere neue Roboter auf. Mit ihrer Applikationstechnik werden die Roboter vollautomatisch Kaltwachs für die Türenkonservierung auftragen können, Produktivität und Ergonomie verbessern sich.

In der Endmontage sind Experten dabei, zwei neue Roboter an der Linie zu installieren. Sie werden im Fußraum des Golf künftig Gas-, Brems- und Kupplungspedal vollautomatisch verschrauben, egal ob Links- oder Rechtslenkerfahrzeuge. Außerdem können die Roboter das Airbag-Steuergerät im Fahrzeug befestigen, was vorher manuell erledigt werden musste.

Bereits vor Beginn von Werkurlaub und Produktionsruhe hatte Werkleiter Dr. Stefan Loth den Einsatz und die enge Zusammenarbeit für die Umbauten gewürdigt: „All denen, die in diesen Wochen die erforderlichen Umbaumaßnahmen durchführen, danke ich für die Unterstützung.“

Betriebsrätin Gabriele Trittel betont: „Auch in der Urlaubszeit herrscht hier im VW-Werk jede Menge Betrieb. Die Zeit ist wichtig, weil wir sie nutzen, um unsere Infrastruktur voranzubringen. Manches lässt sich ohnehin nur jetzt, wenn die Produktion ruht, ordentlich erledigen. Wir sagen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die in diesen Tagen mit anpacken.“

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