Peter Sudeck, Sascha-Oliver Neumann, Leiter Volkswagen Classic, Eberhard Kittler, Vorstand der Stiftung AutoMuseum Volkswagen und Susanne Wiersch am bzw. im Hanomag Kommissbrot von 1925. / Foto: Volkswagen

Markenübergreifende Sonderschau zu Cabriolets
Vielfältige Modelle demonstrieren verschiedene Verdeck-Technologien
Wolfsburg (WB/Volkswagen) - Mit der neuen Sonderausstellung „Offene Versuchung. Cabrio-Meilensteine." zieht vom 16. März bis 17. September 2017 pures Schönwetterfeeling in das AutoMuseum Volkswagen ein.

Mit 20 markenübergreifenden Oben-Ohne-Modellen begibt sich die Sonderschau auf eine rund 100jährige Reise durch die Cabriolet-Geschichte mit ihren verschiedenen Ausprägungen und Verdeck-Technologien.

Waren offene Wagen zu Beginn des Automobilbaus die Regel, avancierten sie in den 1920er Jahren zu begehrten Luxusgütern.

Die damals führenden Karosseriebauer zeigten dabei hohe Kreativität, denn es entstanden nicht nur „herkömmliche" Cabriolets mit Klappverdeck, sondern auch die ersten Rolldach- (Cabrio-Limousinen) und Hardtop-Varianten sowie Roadster. Zu nennen sind hier die Firmen Erdmann und Rossi oder Gläser, die unter anderem für Horch fertigten oder Karmann für Adler. Die Ausstellung zeigt unter anderem als ältestes Fahrzeug den Piccolo der Firma Ruppe, gefolgt vom Adler 2.0 L EV.

In den Jahren des Wirtschaftswunders bekam das Cabriolet richtig Auftrieb. Die Zahl der Karossiers und Designer schicker, sportlicher, kleiner wie großer „Oben Ohne-Modelle" nahm zu. In Deutschland lag das Know How bei den Firmen Baur in Stuttgart und bei Karmann in Osnabrück. Dort lief seit 1949 das Käfer Cabriolet vom Band. Aber auch für andere namhafte Hersteller entwickelte Karmann spezielle Cabrio-Modelle wie den DKW F91.

Ein erster Einbruch des Cabriolet-Booms war Anfang der 1970er Jahre zu spüren, der sich auf die Sicherheitsdebatten im Fahrzeugbau zurückführen ließ. Die Hersteller ließen sich nicht beirren und stellten neue Modelle mit verbesserten Standards vor, Volkswagen das Golf Cabriolet mit dem Überrollbügel.

Seit den 1990er Jahren laufen die Cabriolets als eine Modell-Variante bei den Herstellern selbst vom Band - Cabrio-spezifische Elemente wie Verdecke, Hardtops etc. werden als Komponenten bei ausgewählten Zulieferern bestellt.

Heute scheint sich der Trend des SUC (Sport Utility Cabriolet) als neue Form des luftigen Fahrens durchsetzen zu wollen. Volkswagen reagierte auf diese Entwicklung mit der Studie T-Cross Breeze, die 2016 vorgestellt wurde.

Foto: Volkswagen