Foto: Frauke Petry (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das ehemalige AfD-Bundesvorstandsmitglied Steffen Königer will nach dem Austritt aus der AfD nicht in die Blaue Partei der früheren AfD-Vorsitzenden Frauke Perty eintreten. "Sie hat bei mir angefragt, ob ich mich der Blauen Partei anschließen will.

Einem Mitarbeiter von mir wurde sogar ein Jobangebot aus Petrys Kreisen gemacht, um mich zum Mitmachen zu bewegen. Aber so geht das nicht", sagte Königer der "Welt" (Montagsausgabe). Man könne ihn, so Königer, "nicht mit Versprechungen für Posten und Jobs locken". Eine Chance für eine "aufrechte liberal-konservative Partei" sehe er bei Petry nicht, weil er die Politikerin "zu AfD-Zeiten nicht als verlässlich erlebt" habe.

Nach ihrem Parteiaustritt im September 2017 habe "Petry die gleichen Fehler gemacht wie schon in der AfD", sagte Königer. "Sie schreckt die Leute durch ihre Selbstbezogenheit einfach ab." In der vergangenen Woche hatte Königer, Landtagsabgeordneter in Brandenburg, seinen Austritt aus der AfD erklärt.

Scharf kritisierte Königer, der dem Brandenburger Landtag künftig als fraktionsloser Abgeordneter angehören wird, die Verhältnisse in der dortigen AfD: "In diesem Landesverband und dieser Fraktion, die fünf Jahre lang zunächst von Alexander Gauland und nun von Andreas Kalbitz geprägt worden sind, ist bürgerlich-konservative Politik einfach nicht mehr möglich."

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