St. Marienkirche in Alt-Wolfsburg / Foto: Schaumburg

Am Samstag, 13. Mai 2017 um 19 Uhr wird das Theaterstück „Mosches 2. Leben“ mit der Theaterinitiative BÜHNENSTURM präsentiert.
Wolfsburg (WB/Kulturkirche) - „Moshes zweites Leben“ setzt sich in eindringlichen Szenen mit dem Todesmarsch jüdischer Häftlinge vom KZ - Außenlager Mühlenberg zum Konzentrationslager Bergen-Belsen auseinander.

Grundlage für dieses Stück sind Interviews mit den Überlebenden Moshe Oster und Josef Dreilinger, die der Journalist und Dokumentarist Hans-Jürgen Hermel 2000 und 2006 geführt hat. Die beiden Männer berichten, wie sie Anfang April 1945 als damals 18- und 19-Jährige zusammen mit rund 360 weiteren Häftlingen von SS-Angehörigen zu Fuß nach Bergen-Belsen getrieben wurden. Sie schildern die Brutalität der Wachleute, das Chaos bei der Ankunft im Lager und die Befreiung. Das Stück thematisiert nicht nur den Leidensweg von Oster und Dreilinger, sondern auch ihren Überlebenswillen und ihre Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit. In einer Krankenstation in Bergen-Belsen versuchen sie, ins Leben zurückzufinden.

Die Theaterinitiative Bühnensturm aus Hannover ist in der Kulturkirche bereits einige Male mit großem Erfolg aufgetreten. Mit viel Humor und Nachdenklichkeit boten sie stets einen anderen Blick auf gesellschaftliche Themen und geschichtliche Ereignisse. Und immer sorgten sie für einen spannenden und unterhaltsamen Abend.

In einer Zeit, in der die letzten Zeitzeugen sterben, und vermehrt Stimmenlaut werden, die die Ereignisse des Nationalsozialismus verharmlosen oder sogar ganz leugnen, sind Aufführungen wie „Moshes 2. Leben“ umso wichtiger. Im Anschluss haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Schauspieler kennen zu lernen und sich bei Tee und koscherem Gebäck auszutauschen.

Die Mitwirkenden sind:

Andreas Daniel Müller – Moshe Oster
Gerrit Neuhaus – Josef Dreilinger
Hanna Legatis – englische Krankenschwester

Regie: Laetitia Mazzotti
Eintritt: 10 €
Geschmack: Tee aus dem Samowar und koscheres Gebäck

Foto: Schaumburg