Photovoltaik / Foto: ELISEO CABRERA/Pixabay

Wolfsburg (WB/Fraktion Linke & Piraten) - Die Fraktion Linke & Piraten im Rat der Stadt erwartet mehr Entschlossenheit für klimafreundliches Handeln in Wolfsburg. „Beim Klimaschutz geht noch mehr. Besonders baurechtlich kann die Verwaltung Investoren und Bauherren konkrete Vorgaben machen. So wird beispielsweise immer noch der Bau neuer Supermärkte möglich gemacht ohne Photovoltaik auf den Dächern zwingend zu installieren.

Kühl- und Klimaanlagen in Supermärkten verbrauchen Unmengen an Strom. Wenn der vor Ort auf dem Dach durch Sonnenenergie erzeugt wird, spart dies eine Menge CO2“, so Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Planungs- und Bauausschuss Bastian Zimmermann. Trotzdem scheue das Baudezernat bisher konkrete Vorschriften, die die Nutzung der Solarenergie für einen Teil des täglichen Strombedarfs anordnen.
„Unsere Fraktion hat deshalb den Antrag gestellt, dass zukünftig in jedem neuen Bebauungsplan die Nutzung von Photovoltaik vorgeschrieben werden soll. Anders können wir nicht schnell genug gute Ergebnisse bei der Verbesserung der Wolfsburger CO2-Bilanz erzielen. Das Ausruhen auf dem über 10 Jahre alten CO2-Minderungskonnzept und der positiven Klimabilanz aufgrund der hier weit verbreiteten Fernwärme reicht nicht aus“, ergänzt Ratsfrau Piroska Evenburg.

Die Fraktion Linke & Piraten hofft auf eine konstruktive und ergebnisorientierte Beratung der nun vorliegenden, zahlreichen Anträge aller Fraktionen zum Klimaschutz gleich nach der Sommerpause. „Von der Verwaltung erwarten wir dabei, dass auch selbstkritisch hinterfragt wird, warum andere Städte beim Klimaschutz bisher erfolgreicher als Wolfsburg waren. Wir wollen erreichen, dass Wolfsburg unter den niedersächsischen Städten und Landkreisen bei der installierten Photovoltaik-Leistung pro Einwohner möglichst schnell vom vorletzten Platz nach vorn rückt.“