Foto: VfL Wolfsburg

Wolfsburg (WB/Polizei Wolfsburg) - Die Polizei Wolfsburg zieht nach der vergangenen Fußballsaison 2018/2019 eine positive Bilanz. Bei nahezu allen Heimspielen des örtlichen Erstligavereins prägte ein starkes Polizeiaufgebot das Stadtbild. Der Bereich um den Hauptbahnhof war durch Polizeikräfte abgesperrt und der Bürger konnte durch Wagenburg und gut positionierte Polizeibeamte sicher den Weg zum Zug erreichen.

Straßen wurden kurzfristig gesperrt und der Autofahrer musste Geduld aufbringen, wenn die Verkehrswege durch Fanmärsche mit Polizeieskorten eingeschränkt oder gar versperrt waren. Auch rund um das Stadion mussten Besucher durch Einlasskontrollen die Durchsuchung nach gefährlichen oder verbotenen Gegenständen über sich ergehen lassen. Doch diese starke Polizeipräsenz verbunden mit verschiedenen polizeilichen Maßnahmen haben sich gelohnt.

Bei insgesamt 18 Heimspielen in der Bundesliga und dem DFB Pokal ist die Zahl der Straftaten um 57 zurückgegangen. Waren es im Jahr 2017/2018 noch 105 so registrierte die Polizei in der Bundesligasaison 2018/2019 nur noch 48. Diese führt die Polizei unter anderem auf die intensiv begleiteten Fußballpartien zurück. Waren in der vorletzten Saison noch 46 Körperverletzungsdelikte zur Anzeige gekommen, so registrierten die Ordnungshüter in der abgelaufenen Saison nur noch 12 Delikte. Straftaten des Landfriedensbruchs (Gewaltdelikte aus einer Menge heraus) sind von 23 auf 0 gesunken. Auch pyrotechnische Gegenstände wurden in der Fußballsaison 2018/2019 nicht abgebrannt. Besonders erfreut zeigt sich Inspektionsleiter Olaf Gösmann darüber, dass die Zahl der verletzten Polizeibeamten von 25 auf 0 zurückgegangen ist.

"Die positive Entwicklung in der zurückliegenden Saison hat sicherlich einerseits mit dem guten Saisonverlauf des VFL zu tun. Darüber hinaus war die gute und bewährte Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verein und Polizei nutzbringend. Ich denke, dass aber auch das konsequente und entschlossene Auftreten der Polizei insbesondere bei Risikospielen positive Wirkungen hat. Potenziellen Gewalttätern ist mittlerweile klar, dass für sie ein relativ hohes Risiko der Festnahme und Sanktion besteht, wenn sie in Wolfsburg an Straftaten und Ausschreitungen beteiligt sind. Diesen Weg werden wir auch in der neuen Spielzeit fortsetzen. Insofern wird die Polizei Wolfsburg wieder einen erheblichen personellen Aufwand leisten müssen, aber dieses Vorgehen ist alternativlos."