Prof. Dr. Klaus Buchner, Europa-Abgeordneter der ÖDP/ Foto: privat

Wolfsburg (WB/ÖDP Wolfsburg) - Es ist nicht einfach für die kleinen Parteien zur Europawahl anzutreten. Zwar gibt es noch keine Prozenthürde und jede Stimme zählt. Dennoch haben sie einfach nicht alle auf dem Zettel.

Auch der ÖDP trifft das zu, deren Ortsverband in Wolfsburg sehr aktiv ist und einen Ratssitz im Ortsrat Detmerode hat. Dieses Mal war alles anders, das bundesweit bekannte „Volksbegehren Artenvielfalt“ der ÖDP ebnete den Weg für einen blühenden Wahlkampf und der wurde dann auch belohnt. Die ÖDP holte 200.000 Stimmen mehr als zur Europawahl 2014 und zog somit wieder ins Europa-Parlament ein.

Aufgrund der hohen Wahlbeteiligung schlugen sich diese Mehrstimmen prozentual nur wenig nieder. Dennoch konnte das Ergebnis von 0,6 % aus 2014 um 0,4 % verbessert werden und erstmals steht die eins vorne. Auch in Wolfsburg, holte man 0,51 %, ein Vergleich zur letzten Europawahl ist nicht möglich, denn da kannte die ÖDP keiner in Wolfsburg bzw. sie wurde nicht gewählt. Im Vergleich zur Bundestagswahl (0,24 %) im Herbst 2017 konnte man hier sogar verdoppeln.

Frage an den Vorsitzenden der ÖDP Wolfsburg Bastian Michel: Und wie geht es weiter? „Wir haben im Moment einen guten Mitgliederzuwachs. Eigentlich war das Ziel die nächste Ratswahl im Herbst 2021. Dort wollten wir zum Stadtrat und in alle Ortsräte, wenn sich ein geeigneter Kandidat herauskristallisiert sogar zur Oberbürgermeisterwahl antreten“. Was heißt eigentlich? „nach der Wahl, ist vor der Wahl. Nahles von der SPD tritt zurück und es steht offen, ob die GroKo hält oder ob es zu vorzeitigen Bundestagswahlen kommt. Egal was kommt, wir sind vorbereitet“, so Michel. Egal wie steinig der Weg für die Kleinen ist, von der ÖDP werden wir in Wolfsburg wohl noch öfter hören.