Foto: Klinikum Wolfsburg/Lars Landmann

Kooperation bei der Pflegeausbildung
Wolfsburg (WB/Klinikum Wolfsburg) - Ab dem Jahr 2020 wird die Ausbildung im Bereich Pflege in Deutschland grundlegend verändert: Mit dem dann in Kraft tretenden Pflegeberufegesetz wird die Ausbildung der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Kinderkrankenpflege reformiert.

Bisher mussten sich Auszubildende vor Ausbildungsbeginn entscheiden, in welchem Pflegeberuf sie später arbeiten wollen. In Zukunft nun werden alle gemeinsam ausgebildet und können nach der Ausbildung in allen Bereichen der Pflegearbeiten. Der erste Ausbildungsjahrgang beginnt im nächsten Jahr. Alten- und Krankenpflege sind dann für alle Auszubildenden verpflichtend. Darauf müssen sich nicht nur die neuen Auszubildenden, sondern auch die Ausbildungsbetriebe und natürlich die Schulen einstellen: „Die Pflegeschulen von Diakonie und Klinikum gehen die Zukunftsaufgabe aktiv an und bringen eine Kooperation auf den Weg, um auch künftig einen Beitrag zur Versorgung im Bereich der Kranken- und Alten- sowie Kinderkrankenpflege für die Patienten in Wolfsburg zu gewährleisten“, erklärt Klinikumsdezernentin Monika Müller.

Zweck der Zusammenarbeit

Die Parteien beabsichtigen, bei Erhalt der Eigenständigkeit der beiden Bildungseinrichtungen, einen Ausbildungsverbund mit weiteren Kooperationspartnern in der Region Wolfsburg zu gründen.

„Ein Ausbildungsverbund bedeutet, dass alle an der Ausbildung beteiligten Einrichtungen einschließlich der Pflegeschulen einen gemeinsamen Kooperationsvertrag schließen. Dieser auf Dauer ausgerichtete feste Ausbildungsverbund bildet zukünftig gemeinsam aus“, sagt Ralf-Werner Günther, Vorstand des Diakonischen Werk Wolfsburg e.V.

Aus diesem Grunde sollen die Potentiale der jeweiligen Einrichtungen und der Region einbezogen werden, um den Start 2020 vorzubereiten und das Ausbildungsangebot fortzuentwickeln. Der Bedarf an Pflegefachkräften wird durch Folgen der alternden Gesellschaft weiterhin steigen. Bedeutsam ist in dem Zusammenhang die Attraktivität des Berufes und die Fort- und Weiterbildung zu fördern, um die Pflegequalität sowie die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.