Vertreter der Stadt, der WOBCOM und mit dem Projekt befasster Behörden gaben gemeinsam mit dem Druck auf den Buzzer den Start des schnellen Internet frei / Foto: resch

Gesamtinvestitionen von rund 4,5 Millionen Euro
Wolfsburg/Almke (WB/resch) - Die Sonne schien und bot ein passendes Szenario für den Augenblick des Starts für das schnelle Internet in Almke. Die ersten Kunden nutzen das Angebot.

Seit Sommer 2018 hat die Stadt Wolfsburg den Glasfaserausbau in den Ortsteilen Almke, Neindorf und Ilkerbruch vorangetrieben. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und die WOBCOM kann als Betreiber des Glasfasernetzes die ersten Kunden mit schnellem Internet mit mindestens 50 Mbit/s und bis zu 1 GBit/s versorgen. Für das Bauvorhaben gab es vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (50%) und vom Land Niedersachsen (25%) Fördergelder.

"Wolfsburg ist damit eine der ersten Kommunen in Niedersachsen, die mit Hilfe dieser finanziellen Förderung den Bürgerinnen und Bürgern in Almke hohe Bandbreiten anbieten kann", freut sich Ralf Sygusch, Leiter des Referats für Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg.
Ein flächendeckendes Glasfasernetz im gesamten Stadtgebiet stellt in Wolfsburg die Weichen für die digitale Zukunft. Eine leistungsfähige IT-Infrastruktur ist Grundvoraussetzung, um Wolfsburg zur digitalen Modellstadt zu entwickeln. Die mit Breitband unterversorgten Stadt- und Ortsteile, die so genannten „weißen Flecken“, wurden und werden sukzessive  abgebaut.

Auch in Neindorf ist es bald soweit. Dort sollen voraussichtlich im Juni 2019 die Anschlüsse freigeschaltet werden.
"Wir freuen uns, für unsere Wobcom-Kunden in Almke, Neindorf und Ilkerbruch jetzt die hohen Bandbreiten anbieten zu können. Unser Unternehmen trägt so maßgeblich zur Wolfsburger Entwicklung zur Smart City bei", betont Dalibor Dreznjak, Leiter Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Wolfsburg.

Hans-Ulrich Achilles, Ortsbürgermeister von Almke und Neindorf richtet seinen Dank an alle Bauausführenden und freut sich: "Dass Almke nun Anschluss an die große, weite Welt hat!"

Baubeginn für das Gesamtprojekt war im Juni 2018. Nach elf Monaten sind die Arbeiten nun fertig gestellt. Die Bauabschnitte gliederten sich in Tiefbau, Leerrohrverlegungen bis an das Gebäude, Herstellung der Hauseinführungen, die Montage der Anschlusspunkte im Haus (ALPs), sowie das Einblasen der Glasfaser und abschließende Messungen. Beim sogenannten Einblasen werden die Glasfaserkabel in die bereits verlegten Leerrohre mittels Druckluft "eingeblasen". Vorab drückt ein "Molch" die Luft aus dem Rohr, so dass im Anschluss das Glasfaserkabel "freie Fahrt" hat. Synergien brachte die Verbindung der notwendigen Arbeiten mit dem Radwegbau, beide sind nun abgeschlossen.

Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Insgesamt 1.060 Haushalte und 78 gewerbliche Abnehmer wurden angeschlossen. Dafür wurden 666 Hausanschlüsse gebaut, 85 Kilometer Leerrohre verlegt und 212 Kilometer Glasfaser eingeblasen. Mindestens 50 Mbit/s bis zu 1 Gigabit/s Leistung lassen sich erreichen.

Das große Ziel ist es bis Ende 2021 rund 80.000 Privathaushalte und Firmen an das stadtweite Netz anzuschließen. Eine große Aufgabe und ein sehr anspruchsvolles Projekt das nur im Zusammenwirken aller Beteiligten gelingen kann. Die vorhandenen Baukapazitäten sind derzeit, neben noch ausstehenden Fördermittelbescheiden eine der "Unbekannten" beim weiteren Fortgang der Arbeiten. Mittlerweile liegen Erfahrungswerte bei allen Baubeteiligten vor und die Zusammenarbeit hat sich bewährt. Dennoch bleibt das Ziel ambitioniert und erfordert Anstrengung von allen Seiten.