Falko Mohrs und Monika Müller freuen sich über die bessere Förderung der Betreuungsvereine. / Foto: Büro Mohrs

Wolfsburg/Berlin (WB/Falko Mohrs-MdB) - Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Anpassung der Betreuer- und Vormündervergütung neu geregelt. Die Betreuervergütung wird dabei um durchschnittlich 17 Prozent erhöht.

Dazu erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs: „Bund und Länder hatten sich im Vorfeld in intensiven Verhandlungen auf diesen Gesetzentwurf verständigt. An diesem Kompromiss sollte nun nicht mehr gerüttelt werden. Die Zeit drängt, denn die finanzielle Lage der gesetzlichen Betreuung wird immer kritischer. Bei einigen Betreuungsvereinen ist die Situation bereits so dramatisch, dass sich die ersten Vereine aus Kostengründen auflösen mussten. Betreuungsvereine begleiten, beraten und unterstützen ehrenamtliche Betreuer und stellen Vereinsbetreuer an.“

Das Gesetz bedeutet eine durchschnittliche Vergütungserhöhung um 17 Prozent, die erste seit 2005. Das bisherige Vergütungssystem aus der Kombination von Stundensätzen und Stundenzahlen wird nach den Worten von Falko Mohrs durch fallbezogene Monatspauschalen abgelöst.

Gerichtlich bestellte Betreuerinnen und Betreuer leisten eine wichtige und unverzichtbare Arbeit. Sie übernehmen die rechtliche Betreuung von Personen, die aufgrund von körperlichen, geistigen, psychischen oder seelischen Leiden nicht mehr in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbstständig zu regeln. Die kommunalen Betreuungsbehörden und Amtsgerichte stellen einen Betreuungsbedarf fest und bestellen einen Betreuer, wenn möglich aus dem persönlichen Umfeld. Ist dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich, werden Berufsbetreuerinnen und -betreuer oder Vereinsbetreuer von den Amtsgerichten bestellt.

Der Wolfsburger Betreuungsverein hatte nach Aussage von Sozialdezernentin Monika Müller im vergangenen Jahr 572 Betreuungen.
Diese werden von 12 hauptamtlichen Betreuerinnen und Betreuer (8 in Voll- und 4 in Teilzeitbeschäftigung) geführt.

„Mit der zusätzlichen Förderung der Querschnittsarbeit wird die Gewinnung, Unterstützung und Fortbildung von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer gefördert“, erklärt Monika Müller. Dieser Arbeitsschwerpunkt werden vom Land Niedersachsen und der Stadt Wolfsburg mit jeweils 16.000 Euro pro Jahr unterstützt.