Foto: Klinikum Wolfsburg

Wolfsburg (WB/Klinikum Wolfsburg) - Die Muttermilchbank am Klinikum Wolfsburg hat im Mai 2019 den Betrieb aufgenommen. Mit einer Landesförderung in Höhe von 80.000 Euro konnte diese weit über die Stadt hinaus einmalige Einrichtung geschaffen werden, freut sich Klinikumsdezernentin Monika Müller: „Die Muttermilchbank ermöglicht eine optimale Versorgung für alle Neugeborenen in unserem städtischen Klinikum.

Frühgeborene Kinder bekommen dank der Muttermilchbank all die wichtigen Nährstoffe mit, die sie für ihren Start ins Leben dringend brauchen. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, eine „Bank“ zu errichten, bei der die Rendite Gesundheit für unsere Jüngsten ist.“

Muttermilch enthält zahlreiche Nährstoffe und Antikörper, die für die Entwicklung von Babys, insbesondere von Frühgeborenen, lebenswichtig sind. Wenn diese Babys von ihren Müttern nicht gestillt werden können, ist Spendermilch aus einer Muttermilchbank die beste Alternative.

„Das Wolfsburger Klinikum verfügt über eine hervorragende Frühgeborenenstation, weshalb die Angliederung einer Muttermilchbank am Wolfsburger Klinikum besonders wertvoll ist“, erklärt die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer, die diesen Antrag im Niedersächsischen Landtag als politische Initiative einbrachte und sich erfolgreich dafür stark gemacht hat, dass Wolfsburg einer von landesweit drei Standorten wird.

„Wir freuen uns über Spenden von gesunden Frauen, die über den Bedarf des eigenen Kindes hinaus Muttermilch zur Verfügung haben. Die Spende ist immer freiwillig und wird nicht vergütet. Die Mütter müssen hierfür ein paar Fragen zur Gesundheit beantworten und sich einer Blutuntersuchung unterziehen. Die gespendete Milch wird primär zur Versorgung von sehr kleinen Frühgeborenen genutzt, die häufig viele Wochen auf der Intensivstation liegen.
Wir hoffen in Zukunft allen Eltern unserer kleinen Patienten zumindest die ersten zwei Wochen die ausschließliche Ernährung mit Frauenmilch anbieten zu können“, erklärt Dr. Nele Howold, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.