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Viel SPD-Prominenz auf dem Hugo-Bork-Platz
Wolfsburg (WB/resch) - Am Samstag hatten die Wolfsburger Sozialdemokraten zum Europafest eingeladen. Auf dem Hugo-Bork-Platz hatten sich neben Ex-Außenminister Sigmar Gabriel auch alle Spitzenkandidaten der Partei eingefunden.

Gemeinsamkeit wurde beschworen: Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam lässt sich viel für Europa erreichen, gemeinsam lasse sich der Erfolg von rechten Parteien verhindern.

Das Wetter war das komplette Gegenteil von einladend, aber beim Talk der Wolfsburger SPD-Unterbezirksvorsitzenden Immacolata Gloemeyer mit den Europawahl-Kandidaten Francescantonio Garippo, Frans Timmermans, Bernd Lange und der italienischen Politikerin Laura Garavini hatte die Runde sehr viele, gespannt zuhörende Besucher unter dem Glasdach. Unbestrittenes Highlight des Nachmittags war Ex-Außenminister Sigmar Gabriel – "Außenminister der Herzen“, nannte ihn Immacolata Glosemeyer.

Gabriel unterstrich, dass Deutschland allein keine Rolle in der Welt spielen kann, nur gemeinsam mit Europa sei das möglich. Als Vergleich zog der ehemalige Außenminister die Situation mit Venedig heran. Venedig war bis ins 16. Jahrhundert die politische und wirtschaftliche Macht. Doch die Wirtschafts- und damit auch die Machtverhältnisse änderten sich und Venedig wurde mehr oder minder bedeutungslos. Die Wirtschaftsmacht-Verhältnisse in der Welt sind eben wieder dabei, sich zu verändern, so der Politiker aus Goslar.
Nur gemeinsam sei Europa stark, biete Freiheit und Gerechtigkeit, erklärte Gabriel. Ein geeintes und friedliches Europa sei für nachfolgende Generationen eminent wichtig.

Der Wolfsburger Francescantonio Garippo will sich für gleiche Löhne für Männer und Frauen, gute Rahmenbedingungen für Gewerkschaften und sichere Arbeitsplätze einsetzen, wenn er ins Europaparlament gewählt wird. Frans Timmermans bewirbt sich für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Er versprach: „Für den Klimaschutz werde ich mich als Kommissionspräsident persönlich einsetzen“.