Hans-Georg Bachmann, SPD-Fraktionsvorsitzender / Foto: SPD

Wolfsburg (WB/SPD-Fraktion) - „Bis 2050 soll die Stadt Wolfsburg ihren Teil dazu beitragen, dass sich die Klimabilanz nicht weiter verschlechtert“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Bachmann. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die SPD - in Anlehnung an den „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ des Regionalverbandes Braunschweig - ein Klimaschutzprogramm und die Einrichtung einer Stelle „Klimaschutzmanager/in“ für Wolfsburg beantragt. 

Bachmann: „Die Friday-for-future-Bewegung hat es geschafft, das Thema Klimakrise in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mittlerweile hat sich fast überall die Erkenntnis durchgesetzt,
dass viel mehr für den Klimaschutz getan werden muss, um für die zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten.“ Alle Bereiche aus Politik und Gesellschaft müssten ihre
Kräfte bündeln, um sofort und entschlossen die Anstrengungen für Klimaschutz zu erhöhen.

In Wolfsburg gibt es seit 2009 ein CO2-Minderungskonzept, das bis zum Jahr 2020 läuft. „Was danach kommt, ist bisher noch offen“, so Bachmann. „Aber für uns als SPD steht fest, dass wir
die Zielmarken deutlich erhöhen müssen.“ So sollen die Treibhausemissionen bis 2050 um 95 Prozent und der Energieverbrauch um 50 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden.
Das sei nur zu schaffen, indem eine Stelle eingerichtet wird, die sich ausschließlich um Klimamanagement kümmert, sind die Sozialdemokraten überzeugt. Der Klimaschutzmanager soll im ersten Schritt ein Klimaschutzprogramm für Wolfsburg mit konkreten kurz- und mittelfristigen Maßnahmen erarbeiten. „Ein Schwerpunkt sollte auf dem Ausbau von Photovoltaik-Anlagen (z.B. auf den Dächern der Schulen und Kindergärten) liegen, das ist das effizienteste Mittel für regenative Stromerzeugung“, findet Bachmann.

Die Kosten sollen mithilfe von Bundesmitteln aufgebracht werden, schlägt die SPD vor. „Das Bundesumweltministerium bezuschusst kommunales Engagement für Klimaschutz bis zu 65
Prozent. Dazu gehören die Personalkosten für zusätzlich beschäftigte Klimaschutzbeauftragte sowie konkrete Klimaschutzmaßnahmen. Dieses Förderprogramm sollte unbedingt genutzt
werden, um den Klimaschutz-Masterplan in Wolfsburg umzusetzen.“