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Wegweisend, kooperativ und hochfachlich
Wolfsburg (WB/Verband der Diätassistenten (VDD) - Am Wochenende ist der Jahreskongress des Verbandes der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) in Wolfsburg sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Die Resonanz auf das Programm hatte schon vor Beginn guten Zuspruch versprochen: Und so war es am Freitag und Samstag vergangener Woche (3. und 4. Mai) denn auch: Rund 1.400 Diätassistenten und Ernährungsmediziner aus dem gesamten Bundesgebiet ließen sich die Gelegenheit zur Fortbildung und zum fachlichen Austausch nicht entgehen.

Einige anmeldepflichtige Veranstaltungen waren schon im Vorhinein ausgebucht.
Mehr als 80 Referenten in zahlreichen Vorträgen und Workshops und mehr als 60 spezialisierte Unternehmen in der parallel zum Kongress durchgeführten Industrieausstellung waren Beleg für die vielfältigen Themen und topaktuellen Diskussionen um die Position und Ausgestaltung der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie. Vor allem die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis führte zu einem intensiven interdisziplinären Austausch. „Eine gute Therapie kann nur im Team gelingen“, sagte VDD-Präsidentin Uta Köpcke. Miteinander arbeiten – voneinander lernen war das Kongress-Oberthema, das die interprofessionelle Zusammenarbeit zur Sicherung des Patientenwohls in den Mittelpunkt rückte.

Erstmaliger Kooperationspartner des VDD war in diesem Jahr die Organisation Special Olympics Deutschland (SOD): Der VDD unterzeichnete eine Kooperationsvereinbarung, mit der beide Verbände sicherstellen wollen, dass auch Menschen mit geistiger Behinderung ernährungstherapeutisch optimal versorgt werden. Dazu gab es auch eine eigene Fachveranstaltung.
Zudem beschäftigte ein wichtiges berufspolitisches Thema die Kongressteilnehmer, nämlich die anstehende Reform des Berufsgesetzes für Diätassistenten in Deutschland. Erst kürzlich war der Beschluss des OGH Wien bekannt geworden, dass in Österreich nur Diaetologen und Ärzte in der Ernährungsberatung und -therapie von Menschen mit Erkrankungen tätig sein dürfen. Diese Klarstellung begrüßt der VDD sehr. Denn dadurch werde der Patientensicherheit und dem Patientenschutz umfassend entsprochen, sagte VDD-Präsidentin Uta Köpcke in ihrer Eröffnungsrede. „Auch in Deutschland brauchen wir den Therapievorbehalt. Wir erwarten bis Ende 2019 von der Bund-Länder-Kommission für die anstehende Reform der Berufsgesetze eine klare Positionierung zugunsten der Patientensicherheit“, so die Präsidentin der Diätassistenten.

Bei der Mitgliederversammlung des VDD am Vorabend des Kongresses erhielten VDD-Präsidentin Uta Köpcke sowie die beiden Vizepräsidenten Sabine Ohlrich-Hahn und Matthias Zöpke Rückenwind von den Mitgliedern: Sie wurden für weitere drei Jahre an der Spitze des Verbandes bestätigt.
Den jährlich verliehenen VDD-Award erhielt Diätassistentin Claudia Paul aus Leverkusen, die anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Parenteralen Ernährung und der ernährungstherapeutischen Versorgung von chirurgisch behandelten Patienten ist und hier ein neues Einsatzgebiet für Diätassistenten erschlossen hat.