Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Die Stadt Wolfsburg trauert um eine seiner engagiertesten Persönlichkeiten in der Jugendarbeit und Mitbegründer der Christlichen Pfadfinderschaft in Wolfsburg, Hans-Jürgen Poppek.

Geboren 1946 in Wolfsburg war Poppek 1962 Mitbegründer der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschland (CFD) Siedlung "Paul Schneider" in Wolfsburg sowie 1972 Gründungsmitglied des Stadtjugendringes e.V. Außerdem war Poppek langjähriges Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Wolfsburg (1976 bis 2001) und von 2000 bis 2012 Bundesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). 2014 bekam er für seine außerordentlichen Verdienste im Bereich der Jugendarbeit das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration: "Hans-Jürgen Poppek prägte nicht nur den Wolfsburger Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), und damit einen Teil Wolfsburger Jugendbewegung, sondern es lagen ihm in seinem jahrzehntelangen jugendpolitischen Engagement gerade die Themen sehr am Herzen, bei denen es um die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen, Chancengerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt geht: Integration, Aufwertung des Ehrenamtes, Qualifizierung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Förderung von Mädchen und jungen Frauen in der Jugendarbeit. Eines seiner größten inneren Anliegen war es immer, mitzuerleben, was Jugendliche bewegt."
Hans-Jürgen Poppek war es ein Anliegen jugendpolitisch Brücken zu schlagen zwischen der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit und vor allem dafür nachhaltige Strukturen zu schaffen. So war für ihn die Jugendarbeit mit und ohne Menschen mit Behinderungen ein Anliegen und initiierte hier beispielsweise den Chor "Mixed People", um später mit dem Stadtjugendring und anderen die Freizeitarbeit mit Behinderten zu gründen. Er war Impulsgeber für die Entwicklung der Wolfsburger Aktivspielplätze und der Stadtranderholung. Eines der zentralen Projekte war, neben dem Haus der Jugend sicher die Schaffung eines Jugendzeltplatzes in Wolfsburg, den er in der Entwicklung und im Betrieb von Anfang bis heute begleitete. Eines der zentralen Ereignisse war sicher für die Stadt Wolfsburg und Almke das Bundeslager des VCP. Am Herzen lagen ihm auch die internationale Jugendarbeit, für seinen eigenen Verband aber auch in Kooperation mit der Jugendförderung. So entstand der Austausch mit Luton und Begegnungen mit Israel. Für sein hohes ehrenamtliches Engagement zeichnete ihn die Stadt Wolfsburg im 1997 mit der Bronzeplakette aus.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs: "Hans-Jürgen Poppek war über 50 Jahre lang ehrenamtlich aktiv und hat dabei oftmals seine persönlichen Interessen zugunsten der Verbandsarbeit zurück gestellt. Sein Name ist verbunden mit einem kontinuierlichen und intensiven jugendpolitischem Engagement und er prägte über viele Jahre hinweg Wolfsburgs Jugendpolitik. Mit Hans-Jürgen verlieren wir eine große Persönlichkeit unserer Stadt."

Am 20. April 2019 verstarb Hans-Jürgen Poppek im Alter von 72 Jahren.