Foto von JordiCuber - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39914396

Die Spiele zwischen dem VfL Wolfsburg und Hannover 96 sind Risikospiele
Viel Arbeit für die Einsatzkräfte der Polizei
Vier 96-Fans kamen in Gewahrsam
Wolfsburg (WB/resch) - Die Einstufung als Risikospiel war beim Spiel des VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 schon im Vorfeld gesetzt. Die überwiegende Mehrzahl der weit über 2000 angereisten 96-Fans blieb ruhig.

Vier Anhänger der gegnerischen Mannschaft zog die Polizei am Samstag noch vor dem Anpfiff aus dem Verkehr – sie verbrachten die Spielzeit in Polizeigewahrsam.

Rund 1200 der Anhänger von Hannover 96 waren mit der Bahn angereist. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zur Volkswagen-Arena mussten die Einsatzkräfte eingreifen, als ein 96-Fan einem VfL-Anhänger das T-Shirt einfach wegriss. Er kam, wie die drei Hannover-Fans, die sich auf der Berliner Brücke eine Schlägerei lieferten in Gewahrsam.

Die Ordner des VfL ertappten bei den Einlasskontrollen einen 96-Fan mit einem Einhandmesser. Das Messer wurde einbehalten – der Mann durfte nach der Kontrolle jedoch ins Stadion.

Auch nach dem Spiel musste die Polizei wieder eingreifen, weil zwei 96-Fans sich prügelten – die Polizisten trennte die Raufbolde und stellte deren Personalien fest. Nach dem Spiel wurde ein Beamter im Verkehrsdienst, von einem Fußballfan angestoßen und beleidigt.

Die Abreise der Gäste-Fans verzögerte sich , weil der Zug um 18.14 Uhr zu voll war. Rund 150 Hannover-Anhänger mussten den nächsten Zug, der eine Stunde später fuhr, nehmen. Aus Sicherheitsgründen musste die Polizei die Zufahrtsstraße sperren und die Fan-Gruppe bewachen.

Ein VfL-Fan war vor zwei Jahren beim Spiel des VfL Wolfsburg gegen Eintracht Braunschweig wegen Randale aufgefallen.Der Polizei lag ein Foto von ihm vor, doch die dazugehörigen Personalien fehlten – bis zum Samstag an dem das Spiel gegen Hannover stattfand. Einem der Einsatzkräfte war der Mann aufgefallen. „Die Personalien wurden festgestellt“, wie Polizeisprecher Mario Dedolf erklärt. Das sei sehr wichtig, denn nun könne dem Mann der Prozess gemacht werden.

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