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Weniger Unfälle
Mehr Tempo-Verstöße

Die Zahl der Unfälle in Wolfsburg sinkt. Auch 2018 kann die Polizei rückläufige Zahlen melden. Manko: Es gab es deutlich mehr Unfälle mit Radfahrern.
Wolfsburg (WB/resch) - Am Freitag stellte Olaf Gösmann, Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt zusammen mit seinen Kollegen Julia Schönfeld, Norbert Vetter und Andreas Wagner die Unfallstatistik für das vergangene Jahr vor.

Positiv: Von der Polizei wurden in 2018 weniger Unfälle registriert als im Jahr davor. Die Zahl der Unfälle sank von 3200 auf 3044, also 4,9 Prozent weniger als 2017. Ein Verkehrsteilnehmer verstarb.
Bereits seit vier Jahren sinken die Unfallzahlen in Wolfsburg und die Stadt steht auf Landesebene gut da. "Viel zu tun, gebe es dennoch, so Olaf Gösmann.

Bei den häufigsten Unfallursachen stehen Alkohol, Drogen und überhöhte Geschwindigkeit im Focus.
Es gab 37 Unfälle mit schwer verletzten Personen - in drei Fällen war Alkohol der Grund. Überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung durchs Handy sind oft ursächlich für Unfälle. Gösmann mahnt die Verkehrsteilnehmer zu „Mehr Rücksicht und weniger Egoismus“.
Es gab weniger schwere Unfälle in 2018: 60 Unfälle stehen 86 aus dem Vorjahr gegenüber, also 30,2 Prozent weniger. Ebenfalls rückläufig - die Zahl der schwer verletzten Personen: von 58 im Jahr 2017 auf 43 (-25,86 Prozent). Allerdings stieg die Zahl der leicht verletzten Unfallopfer von 486 auf 511.
Im Jahr 2018 kam kein Motorradfahrer ums Leben!
2252 Unfälle ereigneten sich innerhalb und 595 Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften. Positiv stellt sich die Entwicklung bei den Motor- und Kleinkrafträdern dar: 53 Unfälle wurden von der Polizei registriert, 2017 waren es zwei mehr - 55.

Die Zahl der Tempo-Verstöße hat sich mehr als verdoppelt
Die Polizei kontrollierte aus diesem Grund 2018 noch mehr als zuvor. Das Ergebnis der Geschwindigkeitskontrollen: 897 Verkehrsteilnehmer wurden verwarnt – 111 Prozent mehr als 2017. Die Alkoholwerte bei Verkehrsunfällen geben Anlass zum Nachdenken: Ein Mann war mit 3,21 Promille unterwegs, eine Frau mit 2,09 Promille.

Insgesamt macht der Polizei der starke Anstieg der Unfälle Sorge, an denen Fahrradfahrer beteiligt waren. Die Zahl stieg im Jahr 2018 auf 151, somit 30,17 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Radfahrer erlitt in Sandkamp bei einem Sturz Anfang Dezember sogar so schwere Verletzungen, dass er verstarb. Wahrscheinlich war er alkoholisiert unterwegs und der Sturz erfolgte ohne Fremdverschulden.

Mit den Zahlen von 2018 liegt Wolfsburg bei den Radunfällen wieder auf dem Niveau der vorherigen Jahre. 2017 war eine Ausnahme: Die Polizei registrierte „nur“ 116 Unfälle mit Radfahrer-Beteiligung. "Ein Sommer der kaum einer war und viele Baustellen im Stadtgebiet trugen dazu bei“, erklärte Norbert Vetter. Aus den genannten Gründen stiegen einfach nicht so viele Wolfsburger aufs Rad. 2018 dagegen hatten wir einen herrlichen Sommer, was viele Autofahrer zum Umstieg auf das Rad bewog. Dass trug auch dazu bei, dass die Polizei im vergangenen August 21 Unfälle mit Fahrradfahrern aufnehmen musste – in Vorjahren waren es im August nur 13 Radunfälle.