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Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Am 1. August startet das neu Kita-Jahr, bis zum 21. März wurden die Rückmeldungen für das neue Kita-Jahr verschickt: Die Eltern haben Zu- oder auch Absagen für die von ihnen genannten Prioritäten, an welcher Einrichtung sie ihr Kind anmelden möchten, erhalten. Nun sind die Eltern gefordert, ihre Platzreservierung so schnell wie möglich zu bestätigen oder abzulehnen, damit die konkreten Betreuungsverträge geschlossen werden können.

So können noch mögliche Veränderungen in der Belegung, und somit zu vergebende Plätze, entstehen.
Die positive Geburtenentwicklung und die starke Nachfrage nach Kinderbetreuung in der Stadt Wolfsburg machen sich deutlich bemerkbar. Neben der Kindertagesstätte Wendschott, die in diesem Jahr an den Start gegangen ist, werden weitere Einrichtungen wie die Kita im Hellwinkel und die Kita in den Steimker Gärten in 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Trotz dieses intensiven Ausbauprogrammes der Stadt Wolfsburg und der freien Kitaträger übersteigt die Nachfrage, insbesondere bei den über Dreijährigen, erstmals das Platzangebot. Daher wird es nicht in allen Fällen möglich sein, einen Platz in der meist wohnortnahen "Wunsch-Kita" zu erhalten. Die Mitarbeitenden in den Kitas und der Kita-Abteilung des Geschäftsbereiches Jugend wissen um die schwierige Situation, in der der sich Wolfsburger Eltern befinden, die auf einen Betreuungsplatz angewiesen sind. Dennoch bitten sie um Verständnis dafür, dass im Falle einer Absage aller angegeben Prioritäten zu diesem Zeitpunkt noch keine abschließende Aussage zu einem Betreuungsangebot gemacht werden kann.
Dies liegt an mehreren Faktoren: Zum einen erfolgt nach Abschluss des Platzvergabeverfahrens ein Platzabgleich mit jeder einzelnen der 60 Kindertagesstätten, um freie Plätze zu finden. Zum anderen haben Eltern, deren Kinder das sechste Lebensjahr zwischen dem 1. Juli und dem 30. September vollenden, seit letztem Jahr die Möglichkeit, den Einschulungstermin um ein Jahr zu verschieben. Dabei sollen die Eltern sich bis zum Stichtag – der 1. Mai eines jeden Schuljahres – entschieden haben, ob die Einschulung des Kindes um ein Jahr hinausgeschoben werden soll. Bis dahin ist der Betreuungsplatz für diese Kinder frei zu halten. Nach diesem Termin werden die dann frei werdenden Plätze aus der Nachrückerliste belegt.
Wie werden Plätze vergeben?
Die Vergabe der Betreuungsplätze erfolgt anhand von definierten Kriterien durch die jeweiligen Kita-Leitungen unter Berücksichtigung des Elternwunsches. Die Vergabekriterien sind: besondere Härtefälle, alleinerziehend und berufstätig, im Studium oder in der Ausbildung, beide Erziehungsberechtigte sind berufstätig, im Studium oder in der Ausbildung, Erziehungsberechtigte sind in einer Bildungsmaßnahme oder in einem Integrationskurs, Geschwisterkind(er) in der Einrichtung sowie die entsprechenden Prioritäten der Eltern. Weitere trägerspezifische Vergabekriterien können diese Regelung nachrangig ergänzen. Neben den geäußerten Wünschen der Eltern spielen insbesondere die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Gruppenkonstellation eine entscheidende Rolle. Innerhalb dieser gesetzlichen Rahmenrichtlinien müssen die Kita-Leitungen verschiedene Kriterien zugunsten einer ausgeglichenen Gruppenstruktur beachten. Unter anderem soll hier das Verhältnis der Geschlechter sowie die Altersstruktur der einzelnen Gruppen Berücksichtigung finden.
Was passiert, wenn Eltern keine Zusage für einen Platz erhalten haben?
Für den Fall, dass Eltern in dieser Phase der Platzvergabe keinen Betreuungsplatz erhalten, bieten sich weitere Möglichkeiten. Zum einen über die Nachrückerliste: Eine abgelehnte Betreuungsanfrage bleibt noch bis zu drei Monate nach Betreuungswunsch weiter auf der Liste der jeweiligen Einrichtung. Frei werdende Plätze werden laufend vergeben. Nach dem Stichtag für die freiwillige Schulrückstellung durch die Eltern erfolgt im Mai ein erneuter Abgleich zwischen Anmeldung und freien Plätzen in den Kindertageseinrichtungen. Dazu nehmen die Mitarbeitenden des Geschäftsbereiches Jugend Kontakt mit den Eltern auf, die bisher keinen Platz erhalten haben.
Kindertagespflege: Eine echte Alternative!
Die Kindertagespflege ist eine gleichrangige, wichtige Säule zur Erfüllung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für die Kinder und Familien in der Stadt Wolfsburg unter Beachtung des Wunsch- und Wahlrechtes. Die Angebote der Kindertagespflegepersonen (KTPP) sind Bestandteil des Fachplans Frühkindliche Bildung. In der Kindertagespflege sind die Förderung des Kindes in einer familienähnlichen Situation und die hohe Flexibilität hinsichtlich der Betreuungszeiten die herausragenden Merkmale. Kindertagespflege wird von geeigneten, qualifizierten Kindertagespflegepersonen in ihrem eigenen Haushalt, im Haushalt der Sorgeberechtigten oder in anderen geeigneten Räumen geleistet. Gerade für unter Dreijährige ist die Kindertagespflege aufgrund des überschaubaren, familiären Rahmens eine besonders geeignete Betreuungsform. Die Kindertagespflegeperson kann – je nach Eignung und vorhandenen Räumlichkeiten – bis zu fünf Kinder gleichzeitig betreuen. Die Betreuungszeiten werden von der Betreuungsperson und den Sorgeberechtigten flexibel gestaltet. Weitere Infos gibt es online unter www.familienservice-wolfsburg.de.
An wen können sich Eltern wenden?
Die Kita-Abteilung des Geschäftsbereiches Jugend der Stadt Wolfsburg unterstützt Wolfsburger Eltern bei auf der Suche nach einem geeigneten Betreuungsangebot, informiert und berät individuell. Bei Fragen oder Beratungswunsch können sich Eltern an die Mitarbeitenden des Geschäftsbereichs Jugend, Service-Counter, Zimmer 003, Pestalozziallee 1a, 38440 Wolfsburg, Telefon 05361/28 2824 während der Öffnungszeiten Montag, Dienstag und Donnerstag 8:30 bis 16:30 Uhr, Mittwoch und Freitag 8:30 bis 12 Uhr oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Das Servicecenter der Stadt Wolfsburg beantwortet unter der Rufnummer 115 Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr gern allgemeine Fragen.
Eltern unter Dreijähriger können sich ebenfalls an den Familienservice wenden. Er unterstützt die Familie bei der Betreuungsplatzsuche und kann einen dem Alter des Kindes entsprechenden Betreuungsplatz in der Kindertagespflege oder in der Kindertagesstätte vermitteln. Ansprechpartnerin ist Antje Guder, Fachberatung Kindertagespflege, Tel. (05361) 896969-11, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Für weitere Informationen sind die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Anmeldeverfahren und Platzvergabe auf WOLLES WELT unter "Hilfe" zusammengestellt. Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können ebenfalls Fragen und Änderungswünsche eingereicht werden. Alle Informationen gibt es online zum Nachlesen unter www.wolfsburg.de/kitas.