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Wolfsburg (WB/resch) - 800 Fälle mehr als 2017 mussten für das Jahr 2018 im Bereich der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt werden. Insgesamt waren es 9086 Straftaten. Dabei stellten deutsche erwachsene Personen die größte Tätergruppe.

Die Serie der Kleberattacken auf Fahrzeuge und die starke Zunahme kleinerer Diebstahlsdelikte habe die Statistik der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt nach unten gezogen. Der Leiter der PolizeiInspektion,  Olaf Gösmann dazu: „Ohne diese Fälle sähe die Statistik eigentlich gut aus“. Die Straftaten stiegen, entgegen dem Landestrend um rund 800 Fälle auf insgesamt 9086 an. Die Aufklärungsquote lag im Vorjahr bei  57 Prozent und liegt bei  54 Prozent.

Nur im Bereich Eigentumsdelikte stieg die Zahl von 3362 Fällen im Vorjahr auf 3933 an. Die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, Heike Heil merkt dazu an: „Dabei hatten wir es vornehmlich mit Ladendiebstählen zu tun und auch die Zahl der Fahrraddiebstähle  stieg deutlich. Oft wurden Räder aus Kelleräumen von Mehrfamilienhäusern gestohlen“.

Im Bereich der Sachbeschädigungen ist ebenfalls ein starker Anstieg festzustellen, der ganz konkret auf die Kleberanschläge zurückzuführen sei. Fast 470 Taten werden allein der Serie zugeordnet. Wenn es gelingt den Täter zu fassen, würde auch die Aufklärungsquote merklich ansteigen. Olaf Gösmann dazu: „Wir lassen da nicht locker“. Dennoch, so der Leiter der Dienststelle: „Wolfsburg ist eine sichere Stadt!“

Diese Aussagen wird von den anderen Teilen der Statistik unterstrichen. Bei den schweren Straftaten sind die Fallzahlen weiterhin konstant niedrig. Elf „Straftaten gegen das Leben“ (im Vorjahr waren es 13), 28 Fälle von sexuellem Missbrauch (im Jahr davor 25),  eine geringfügige Steigerung im Bereich Körperverletzung und lediglich 23 Fälle von Raub – 14 davon gegenüber Bürgern im öffentlichem Bereich – unterstreichen die Einschätzung Gösmanns .

 

Sowohl die KfZ-Diebstähle, wie auch die Wohnungseinbrüche dingen deutlich zurück. „Bei den Einbrüchen blieb es bei 40 Prozent bei dem Versuch. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Menschen mehr für Prävention tun und die Arbeit der Polizei auf diesem Gebiet Früchte trägt“, so Heike Heil.

Einen Grund zur Beunruhigung liefert allerdings die Tatsache, dass die Gewalt gegenüber Polizisten erneut zunahm. 93 Mal wurden sie im Dienst angegangen (in 2017 lag die Zahl bei 74). „Das Risiko, im Dienst angegriffen zu werden, ist für unsere Beamten hoch. Und wir schicken junge Kollegen extra auf eine Fortbildung, um sie auf den Ernstfall vorzubereiten“, so Gösmann abschließend.